Dolomiten - Türme Zinnen und imposante Kulissen im Suedtirol

 

Eine Reise in die bergige und kurvenreiche Gegend der Dolomiten, von Bozen über Cortina d`Ampezzo zurück nach Meran


Tag 1
„Deodat de Dolomieu“, einem Französischen Geologen und Mineralogen auf Entdeckungsreise, der auf das spezielle Gestein dieses Gebietes aufmerksam wurde und es untersuchte, haben wir es zu verdanken, dass wir heute einen so schönen Namen wie eben „Dolomiten“ verwenden können, um ein ganz bestimmtes Gefühl der Freude in uns hervor zu rufen.

Die Dolomiten, schon allein der Name lässt uns eingefleischten Bikern einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Ob Supersportlerhalter oder Tourentreiber, diese Region lässt keinen einfach kalt und verspricht viel. Wir wollen nun testen, ob sie auch hält, was sie verspricht!

Eigentlich hatten wir vor, heute Abend noch bis nach Gaschurn zu fahren, wo wir in der uns gut bekannten Pension Willi hätten übernachten wollen. Diese kleine, aber ideale Übernachtungsmöglichkeit hätte es uns ermöglicht, gleich am nächsten Morgen als erstes einen Leckerbissen zu „erfahren“. Leider aber ist wegen den anhaltenden Schneeschauern die Silvretta-Hochalpenstrasse auch über Pfingsten hinaus noch nicht befahrbar. Nun gut, dann begnügen wir uns halt mit dem Arlbergpass.

Der Himmel ist bewölkt, nicht anders, als es uns die Meteorologen vorausgesagt haben. In Au passieren wir die Grenze und donnern mit guten 140 Sachen gegen Süden. Die höheren Geschwindigkeitslimiten in Österreich sind echt angenehm, denn so kommen wir um einiges schneller voran, als parallel dazu auf der Schweizer Autobahn.

Am Arlberg hält dann Petrus die erste kühle Überraschung für uns bereit. Als Motorradfahrer be-vorzugen wir natürlich die Fahrt über den Pass, gegenüber jener durch den dunklen, heissstickigen Tunnel. Kurz vor der Passhöhe kommen wir aber derart in ein Schneetreiben, als würde Frau Holle ihre ganze Bettwäsche auf einmal über uns auskippen. Ich sehe selbst mit geöffnetem Visier kaum noch zehn Meter und ans Fotografieren ist schon gar nicht zu denken, da der Apparat sonst gleich einfrieren würde. Wir verschieben es also bis der Schnee etwas nachlässt. Etwas unterhalb der Passhöhe lässt der Schnee langsam nach und so können wir trotz Sommerbereifung gefahrlos die Abfahrt antreten. Inzwischen ist es am Eindunkeln und schon ziemlich spät und wir halten Ausschau nach einer Unterkunft. Alle angefragten, anständigen Hotels sind voll und so bleibt uns nur das Ausweichen auf eine eher schäbige Privatunterkunft. Aber was solls, wird ja doch nur eine Nacht.

Tag 2
Über Nacht hat es tüchtig geregnet und in unserem ungeheizten Zimmer war es nicht gerade hei-melig. So stört es uns gar nicht, etwas früher aufzustehen. Wir trocknen den Sattel und los geht es. Wir steuern als erstes das Timmelsjoch an und während wir so dahin gondeln, habe ich das Gefühl, irgendwo in Alaska unterwegs zu sein. Die Bäume stehen in lichten Wäldern beieinander und die felsigen Berge dahinter vermitteln ein Gefühl von Unabhängigkeit und Abgelegenheit.

Als wir endlich in Richtung Timmelsjoch einbiegen können, eröffnet uns eine Anzeigetafel, dass unser geplanter Weg bis mindestens zum Mittag gesperrt bleiben wird. Naja, Regen bedeutet halt in entsprechender Höhe Schnee, und so ist die Strasse über Nacht unpassierbar geworden. Um doch noch so schnell wie möglich in die Dolomitengipfel zu kommen, müssen wir über den Brenner ausweichen.  

„Müssen“ ist dabei absolut die richtige Wortwahl. Der Brenner ist nun mal nicht gerade das, was man als Motorradfahrer von einem schönen Pass erwartet. Neben der zu begleichenden Maut von sechs Euro, ist die Strasse übervoll und man quält sich an Wohnwagen und LKWs vorbei in Richtung Passhöhe. Als Erholung können wir diese Zeit nicht abbuchen, kommt noch dazu, dass wir von einem weissen, kleinen Personenbüschen beinahe von der Strasse gedrängt werden, weil der fahrungewohnte Lenker nicht zur Seite schaute, bevor er auf die Überholspur ausscherte. Mit einem Hupkonzert weisen wir den Fahrer dann aber in die Schranken, während wir uns selbst per Vollbremsung in Sicherheit bringen müssen. Einmal mehr einen Dank an das ABS unserer KTM.

Spätestens auf der Passhöhe sollte man aber die Autobahn verlassen, da man sich dann den Kurven auf der weniger befahrenen und zur Autobahn parallel verlaufenden Autostrasse widmen kann. Oft ist man auf dieser sogar schneller, als auf der Autobahn. Ausserdem darf man sich an den gut illustrierten „Raserplakaten“ ergötzen, die eindringlich vor zu schnellem Fahren warnen.

In Waidbruck biegen wir am Kreisel rechts ab in Richtung Sellajoch. Nach einem kurzen Tunnel streifen wir zuerst durch den schönen, engen Teil des Val Gardena und folgen dem gleichnamigen Flusslauf. Schön geschwungene Kurven verleiten zum Drehen am Gashahn. Doch wehe dem, der sich nicht beherrschen kann. Die Italiener fahren wie die Wildsäue und so kommt es auch hier schon mal vor, dass wir in einer Kehre einem kurvenschneidenden Dolomitenraser eng der Felswand entlang ausweichen müssen.

Die Strasse steigt stetig an und wir passieren viele kleine, aber umso einladendere Dörfchen. In St. Cristina nehmen wir die kleine Abzweigung in Richtung Monte Pana. Die Karte verspricht einige schöne Off-Road-Kilometer. Schon kurz nach der Abzweigung ist die Strasse gleich etwas schlechter, aber immer noch gut befahrbar und über einige 180er erklimmen wir die kleine Anhöhe.
 
Von Dort geht es weiter über Kiesstrecken. Durch einsame Waldstücke bis hinunter nach Floralpina. Hier bestünde die Möglichkeit über eine enge und zum Teil steile Kiesstrecke nach Canazei zu gelangen. Doch da wir uns nicht sicher sind, ob der Weg tatsächlich bis ganz über die Passhöhe führt, kehren wir nach einer schönen Ausfahrt auf der Seiser Alm wieder um.

Nach diesem etwas unrühmlichen Ausritt über einsame Bergsträsschen motivieren wir uns im Restaurant L`Giamin ausgangs des Ortes mit einer feinen Pizza. Idealerweise wird hier auch gleich das laufende Moto-GP-Rennen übertragen. Genau das Richtige also, um mit frischer Energie ins Dolomitenkarusell einzusteigen.

Nach den verlassenen Gegenden und Kiesstrecken fühlen wir uns von den ganzen Horden von Bikern beinahe überfahren. Komplette Töffclubs scheinen gemeinsam auf Reise gegangen zu sein, und alle mit dem gleichen Ziel, den Dolomitenpässen. So steigen wir den auf diesen Zug auf.

Als erstes steht das Sellajoch an. Der Belag ist oft mit Schlaglöchern übersäht und hat zum Teil ziemlich gefährliche Absackungen von fünf bis zehn Zentimetern. Auch das Wetter hat seine Spuren hinterlassen. Kälterisse zeugen von kalten und harten Wintern in den Bergen. Aber das passt sehr gut hierher. Die Felswände werden immer massiver und wirken fast etwas bedrückend. Wir können nicht einfach vorbei fahren, wir wollen die gewaltigen Felsmassen auf uns wirken lassen und legen einen kurzen Halt ein.

Als wir wieder losfahren, schliessen wir uns wieder einer Moto-Gruppe an. Per Zufall fährt gleich vor mir eine KTM 990 aus Zürich. Sie legen ein gutes Tempo vor, doch es scheint, als hätte der eine oder andere etwas Mühe damit. Wie so oft fahren einer oder zwei voraus, die es können und die anderen ziehen einfach nach, allerdings über ihrem Können. Plötzlich, und eigentlich gut vorhersehbar, leistet sich die KTM vor mir einen gehörigen Verbremser. Für seine Fahrkünste ging er zu schnell in die Kurve und bekam Angst, bremste und schon war er auf der anderen Strassenseite. Ein Glück, dass kein Auto entgegen kam, sonst hätte es bestimmt Schwerverletzte gegeben.

Etwas langsamer und ziemlich vorsichtig fährt er dann weiter. Er ist nicht der einzige, der uns auffällt. Neben den „Anfängern“, die unsicher fahren, gibt es genauso jene „Strassenrambos“, die sich wahnsinnig überschätzen und auf gefährlichste Weise andere überholen, nur um zu zeigen, was sie für coole Typen sind. Leider merken sie kaum je, dass die meisten anderen Biker nur den Kopf schütteln, ob solchen Verhaltens. Dennoch gibt es hier am laufenden Band solche zukünftigen „Fels- oder Strassenmalerein“ auf zwei Rädern.

Wenn sich gerade mal nicht so viele Fahrzeuge auf der Strasse tummeln, so lassen sich die Kurven echt sehen. Schöne runde Kurvenradien, geniale Aussichten und weite Landschaften präsentieren genau das, was der Biker sehen und erleben will.

Über einen schmalen Grat erreicht man die Passhöhe. Wiederum lassen viele 180-Kehren das Herz eines jeden Motorradfahrers höher schlagen. Ein Dämpfer kann da nur noch ein grosser Car setzen, denn diese sind auf den schmalen und kurvenreichen Strecken sehr schwer überholbar.

Kaum runter vom Sellajoch geht’s gleich wieder rauf auf den nächsten Gipfel. Das Pordoijoch ist gleich nochmals ein Leckerbissen. In einer etwas schwer einsehbaren Kurve hat sich ein Unfall mit einem Car ereignet. Die Carabinieri sind schon vor Ort und leiten den Verkehr langsam an der Un-fallstelle vorbei. Wie es scheint, sind keine Leute zu schaden gekommen. Aber Blechschaden hat es massig.

Nach viel Schräglagentraining erreicht man die Passhöhe des Jochs. Wer Zeit und Lust hat, kann hier noch einen Ausflug auf einen den gewaltigen Gebirgskämme des Sellamassivs machen. Eine Seilbahn ermöglicht eine schöne Auffahrt mit super Aussicht.

Über unzählige Kehren machen wir uns auf den Weg hinunter nach Arabba, einem kleinen Örtchen, das in der Hochsaison vielen Touristen eine Unterkunft bieten kann. Heute allerdings ist nicht viel los und auch wir fahren gleich weiter und zweigen gleich im Ort noch nach links den Berg hinauf ab in Richtung Passo di Campologno. Die Kehren auf die Passhöhe kann man an einer Hand abzählen und auch sonst ist dieser Pass nicht gerade das, was man sich von einem richtigen „Dolomitenpass“ erhofft. Nach einem kurzen Tankstopp in Corvara kann uns das Grödnerjoch doch einiges mehr bieten.  

Schon kurz nach dem Dorfausgang können wir enge Kurven geniessen. Ähnlich dem Stilfserjoch folgen sich die Kehren gemächlich und in schönen überholtauglichen Abständen, unterbrochen von einigen S-Kurven. Viel zu schnell erreichen wir die auf 2121m über Meer gelegene Passhöhe. Während dem Durchkurven der über ein Dutzend Haarnadelkehren sind wir dermassen dem Kur-venrausch verfallen, dass wir nicht mal ein einziges Foto der Ostseite geschossen haben. Aber was macht das hier schon aus, findet sich doch beinahe hinter jeder Ecke eine geniale Fotoposition.

Auch von dieser Passhöhe aus ist wieder ein fantastisches Bergpanorama zu bewundern. Vor allem die Selvagruppe zu unserer Linken gibt ein gewaltiges Bild ab. Die Autos und Busse, die langsam der Strasse entlang nach oben kraxeln, wirken winzig. Kein Wunder, windet sich doch die Strasse am Fusse des riesigen Gebirgsmassivs entlang, bevor sie steil und über einige wenige Kurven die Passhöhe erklimmt. Im Gegensatz zur Ostseite ist die Westrampe bzgl. Fahrspass ein Klacks, dafür wird man hier wie gesagt mit einer genialen Aussicht belohnt.

Von Plan de Gralba ziehen wir gleich nochmals über das Sellajoch. Da wir es ja heute bereits schon mal gefahren sind, können wir es diesmal noch viel mehr geniessen. Unser Ziel, das Hotel, liegt gleich am Fuss des Pordoijochs. Das erst kürzlich renovierte, direkt an der Passtrasse liegende Hotel Bella Vista, und den Namen hat es auch verdient, ist auch gleich Partnerhaus des Print-Magazins „Tourenfahrer“ und bietet Bikern neben einer Garage auch eine kostengünstige und qualitativ hoch stehende Übernachtungsmöglichkeit.

So lassen wir den Kilometerreichen Tag dann auch im hauseigenen Wellnessbereich mit Sprudel- und Dampfbad ausklingen.


Tag 3
Schnell haben wir gefrühstückt, unser Rennpferd gesattelt und beladen und sind aufgehockt. Um diese Zeit am frühen Morgen hat sich noch niemand auf das Prodoijoch verirrt. Umso besser für uns, so können wir uns ganz auf uns, die Kurven und die geniale Umgebung konzentrieren. Auch wenn wir gestern diesen Pass schon mal gefahren sind, so ist es heute doch wieder anders. Die Sonne hält sich noch angenehm zurück und da kein Verkehr herrscht, bekommt man viel mehr mit von den gewaltigen Felshängen, die über einem in den Himmel ragen.

Nach einer kleinen Fotosession in einer Kurve wollen wir gerade losfahren, da zwängt sich vor der nächsten Kurve frech ein schwerer Sporttourer an uns vorüber und ich muss ziemlich stark in die Eisen steigen. Na, dann wollen wir mal sehen, wer sich hier Kurvenräuber nennen darf. Ohne die Geschwindigkeitslimiten grob zu übertreten bin ich schnell wieder an seinem Hinterrad. Allerdings muss ich dabei auch gleich feststellen, dass er wohl eher zu den ungeübteren Bikern zählt. Nachdem wir auch dann noch in seinem Rückspiegel sind, als er etwas gefährlich anfängt unübersichtliche Kurven zu schneiden, um uns los zu werden, hat er ein Einsehen und winkt uns etwas zermürbt vorbei. Nun ja, viele Motorradkilometer zu machen verursacht eben nicht nur hohe Pneu- und Treibstoffkosten, sondern schlägt glücklicherweise sich eben auch in der Fahrtechnik und der Fahrsicherheit nieder.

Das Überholangebot lassen wir uns nicht zweimal offerieren. Ich ziehe kräftig am Gas und schwups bin ich vorbei. Nicht dass ich vorher nicht hätte überholen können, aber warum auf so kurviger Strecke ein Risiko eingehen, wenn es auch anders geht.

Nun, da wir wieder freie Bahn haben, lasse ich die BMW spüren, dass man auch mit 999ccm in einer Enduro, gutem Fahrstil und zu zweit einen einfach besetzten 1200er Sporttourer stehen lassen kann. Die Kurven sind schön rund und geradezu ideal, um extrem tiefe Kurvenlagen zu erforschen. Der Drehzahlanzeiger neben dem tacho arbeitet auf Höchstleistung und schwingt auf und ab wie ein Gummiball auf der Strasse. Irgendwann scheint es meiner Sozia aber zu reichen und ich kassiere einen Seitenhieb, nachdem sie in der Kurve mit ihrem Schuh (auf dem Rasten) dem Boden entlang geschliffen ist. Kurventraining sei ja gut und recht, aber wenn sie nach dieser Tour gleich wieder neue Stiefel kaufen gehen müsse, so gingen die auf meine Rechnung. Da ich ja mein Ziel erreicht habe, die BMW längst aus meinem Rückspiegel verschwunden ist und ich meinem Geldbeutel einen deftigen Aderlass ersparen möchte, lasse ich die KTM etwas verschnaufen und wir gondeln gemütlich die letzten Kehren zur Passhöhe hinauf.  

Ohne Pause rollen wir auf der anderen Seite genauso gemütlich den Berg wieder hinunter. Völlig entspannt erreichen wir Arabba. Diesmal werden wir nicht durch einen Moto-Unfall gebremst und so gleiten wir gemächlich dem Tal entlang. Nach Andraz halten wir links in Richtung Passo Falza-rego.

Die Auffahrt ist schön und schon von Anfang an wird man mit Kurven eingedeckt. Ein gutes Dutzend Kehren sind gleichmässig über die ganze Strecke verteilt und man kann die Auffahrt so richtig geniessen. Steinige Hänge gehen in felsige Klippen über und zwischen Steinbrocken pressen sich Gräser hervor, gelockt von der nun stetig wärmer werdenden Sonne. Wir schlängeln uns der guten Strasse folgend unaufhaltsam den Berg hinauf, durch steinburchartige Schotterabhänge und durch unbeleuchtete, kleine Kehrtunnels.

Viel zu schnell ist die auf 2105 Meter liegende Passhöhe erreicht und schon wieder steht eine Ent-scheidung an. Wollen wir nach Norden halten und so die „Superacht“ der Dolomiten über den Passo di Valparola und „La Villa“  vollenden, oder halten wir weiter nach Osten und besuchen das bekannte Cortina d`Ampezzo?

Wir entscheiden uns für Cortina und sitzen wieder auf. Auf einer Zwischenebene biegen wir über einen kleinen Feldweg rechts ab. Ein verschlungenes, meist einspuriges Weglein windet sich von dort etwa fünf Kilometer den Berg hinauf zu den „Cinque Torri“. Der Weg ist steil und führt meist durch Wald.

Oben angekommen, findet man sich direkt unterhalb des mächtigsten der „fünf Türme“ wieder. Sie sind vor allem im ersten Weltkrieg als strategischer Ort beim Militär wichtig gewesen. Inzwischen sind sie auch ein beliebtes Kletterziel geworden. Gleich neben der Refuge haben sich denn auch einige Kletterer mit ihren Zelten nieder gelassen. Ein idealer Platz, um Wanderungen zu starten und die Umgebung zu erkunden. Benannt wird der Bergstock übrigens so, weil man vom Tal aus das Gefühl hat, dass es nur fünf grosse Türme seien, die in den Himmel ragen. Tatsächlich sind es aber mehr als fünf, allerdings zumeist kleinere. Im Jahr 2004 ist dann der 50 Meter hohe Trephor, einer der grossen fünf, wegen seiner maroden Basis sowie anhaltender Erosion zusammen gebro-chen. Die restlichen grossen Wahrzeichen stehen aber immer noch.

Cortina d`Ampezzo ist sehr touristisch und um einiges grösser, als ich es mir anhand von Beschreibungen vorgestellt hatte. Wir verpflegen uns kurz mit frischen Früchten und ziehen dann schnell weiter in Richtung Paso Tre Croci. Anfangs lockt die Strecke mit einigen schönen, runden 180er Kehren, dann wird es gerader und oben angekommen wundert man sich, dass dies bereits alles gewesen sein soll. Kurz darauf gelangt man dann schon an die Abzweigung zum Misurinasee.

Diesen erreichen wir über eine kleine Anhöhe. Linker Hand sammeln sich Hotels und zur Rechten liegt der dunkelgrüne See. Das Wasser kräuselt sich leicht im Wind vor dem dunkeln Nadelwald und weiss gepuderte Bergspitzen zaubern einen schönen Kontrast im Hintergrund. Unser Ziel ist indes nicht dieser See, sondern die viel beschriebenen „3 Zinnen“. Dabei handelt es sich um einen im ersten Weltkrieg stark umkämpften Gebirgsstock aus drei Bergspitzen, der noch bis 1919 die Grenze zwischen Österreich und Italien markierte. Heute bezeichnet er allerdings nur noch die Sprachgrenze innerhalb Italiens.

Schon kurz nach dem See zweigt eine kleine Asphaltstrasse nach rechts den Berg hinauf ab. Der Weg zieht sich langsam durch den Wald, bevor man auf einer kleinen Zwischenebene an die Mautstelle gelangt. Für die gerade mal 6,5 Kilometer werden 10 Euro fällig. Ein ziemlich happiger Preis, das hebt bei uns natürlich die Erwartungen. Die Asphaltqualität ist dann auch wirklich gut und etwas weiter oben folgen tatsächlich noch einige schöne Kehren. Auch die Aussicht ist super, aber auf all den andern Pässen, die wir hier befahren haben, hat man eine annähernd gleiche Aussicht, allerdings zum Nulltarif! Als wir auf dem obersten Parkplatz, gleich unterhalb eines Geröllfeldes, anlangen, nutze ich die Gelegenheit und klettere bis zum harten Felsen empor. Eine kleine Öffnung hat meine Aufmerksamkeit erregt. Und tatsächlich, ich finde eine Höhe vor. Sie führt mehrere Meter in den Fels hinein und dort parallel zur Felswand in beide Richtungen 20 bis 30 Meter entlang zu Schiesscharten. Ein Überbleibsel aus dem Krieg, nehme ich an. Es ist ziem-lich kühl, sogar gut einen Meter lange Eiszapfen haben sich in der Höhle gebildet und so ziehe ich mich bald wieder in tiefere Gefilde zurück.

Es ist noch zu früh, um nach einem Hotel Ausschau zu halten und so fahren wir an Cortina vorbei bis nach Belvedere. Dort halten wir nach Süden genau auf den Passo di Giau zu. Die Strasse ist ziemlich eng und weist immer mal wieder gröbere Schäden auf. Als wir mal gerade wieder so schön in einer engen Kurve liegen, rutschen plötzlich beide Räder unter uns weg. Mit viel Krafteinsatz und einem beherzten Stoss an den Lenker kann ich das Moto noch auffangen und wir kommen heil und ohne Kratzer aus der ganzen Sache raus. Allerdings mache ich danach trotzdem gleich Halt, um den Grund dieses Beinahe-Unfalls zu klären.

Dieser ist dann schnell erörtert. Ganz feiner Staub auf der Fahrbahn hat zu Haftverminderung auf dem Belag geführt und so einen Beinaheausflug in die Botanik provoziert. Woher dieser feinste Staub stammt, entdecken wir etwa einen Kilometer weiter, wo zehn Meter vor einer Baustellenausfahrt mit einer Tafel vor Dreck auf der Strasse gewarnt wird.

Die Gegend ist felsig, aber die Berge treten weniger dominant auf, als vorher am Sella- oder Pordoijoch. Was hingegen ebenso gut ist, sind die Kurven. Obwohl sich die Zahl der Kurven auf beiden Seiten des Passes in etwa die Waage halten, finden wir mehr Gefallen an der Südseite. In Schleifen mit idealen Abständen schlängelt sich unser Weg ins Tal. Inzwischen ist bereits 14.30 Uhr und uns knurrt beträchtlich der Magen. Gleich in Selva selbst werden wir fündig und verpflegen uns mit feinen Spaghetti.

Der Himmel wird immer dunkler. Wir sind inzwischen über die „Forcella Staulanca“ am Duranpass angelangt und nach einer kleinen Umleitung in Zolgo Alto wegen Bauarbeiten sind wir inzwischen wieder auf der normalen Passstrasse gelandet. Vereinzelt wagen sich bereits einige Tropfen aus den Wolken und klammern sich sofort hartnäckig am Visier fest. Beide hoffen wir, dass das Gewitter wie so oft an uns vorüber ziehen mag, ohne uns zu tangieren. Doch diesmal haben wir falsch gehofft. Plötzlich öffnet der Himmel überraschend heftig seine Tore. Natürlich finden wir auf die Schnelle keinen Unterstand, denn die letzten Häuser liegen ja schon eine Weile zurück. Also halten wir aufs Geratewohl an der nächsten leichten Strassenausbuchtung und zwirbeln mit nervösen Händen unsere Regenschütze aus den Transportkisten hervor. Mit zittrigen Fingern fädeln wir die Reisverschlüsse ein und endlich sind wir vor dem heftigen Platzregen in Sicherheit.

Langsam tasten wir uns im beinahe undurchdringlichen Regenvorhang vorwärts. Die Sicht ist innert Sekunden auf einige Meter zusammen geschrumpft und es trommelt heftig gegen unsere Helme. Nur gut, dass wir uns auf deren Dichtigkeit verlassen können.

Eigentlich wäre die Strecke fantastisch, voller enger Kurven, kaum Verkehr (obwohl das evtl. auch eine Folge des Regens ein könnte) und in gutem Zustand. So kämpfen wir uns über die sehr schmalen Strassen über den Pass. Auf der anderen Seite müssen wir gar halbe Flüsse, die die Fahrbahn überfluten, queren. Kaum erreichen wir im nächsten Tal Agrodo, da blinzelt die Sonne wieder hinter den Wolken hervor und es wird wieder warm. Vor uns liegt der Passo di Cereda, ein kleiner, aber schön zu fahrender Pass, den man wie den Passo Duran Dank dem wenigen Verkehr wunderbar geniessen kann. Er ermöglicht uns zudem auch noch den Passo di Rolle auf dieser Tour mitzunehmen, denn er führt nach Siror, das auf der Südseite des Passes liegt.

Inzwischen ist es später Nachmittag geworden und nach dem Tankstopp halten wir Ausschau nach einer geeigneten Unterkunft. Den Passo di Rolle hätten wir eigentlich gerne auf morgen verschoben. Doch da wir in Siror nichts finden, fahren wir vorerst mal weiter, auf der Karte lassen sich noch einige andere Orte ausmachen, die evtl. mit Hotels dienen könnten.

In San Martino di Castrozza, das uns wie das St. Moritz dieser Gegend erscheint, hat es zwar eini-ge Hotels, die auch zu dieser Jahreszeit offen haben, doch die verlangen derart überrissene Preise, dass wir ganz schnell wieder aufsitzen und weiter fahren. Dann soll es halt nicht sein.

Die folgenden, vielen Kurven, die schon gleich nach dem Ortsausgang beginnen, mögen wir zum Schluss schon fast nicht mehr genug würdigen, uns stecken die unzähligen Richtungswechsel der vorherigen Pässe bereits heftig in den Knochen. Auch der Belag ist hier ganz speziell. Irgendwie rutschig, sobald er nur etwas feucht ist.

Mit der entsprechenden Vorsicht schaffen wir es noch bis nach Bellamonte, wo wir in einem ein-sam an der Strasse gelegenen Hotel nächtigen. Wer aber noch Energie und vor allem Tageslicht hat, sollte es sich nicht nehmen lassen und bis nach Predazzo runter fahren, wo er sicherlich eine bessere Auswahl an Hotels und auch an Restaurants vorfinden wird.  


Tag 4:
Die Strecke hinunter nach Predazzo ist gemütlich und wir haben die Strasse für uns allein. Durch blühende Wiesen, auf denen noch Nebelschwaden umhertanzen, tauchen wir immer tiefer ins Tal hinab. An den Bäumen hängt der Tau der Nacht und alles scheint etwas verschlafen. Sogar Predazzo, ein kleines typisch Italienisches Kleinstädchen, ist erst am erwachen.

Unser nächstes Ziel, die Auffahrt zum Karerpass, verpassen wir beinahe, so sind wir ans einfache Geradeausfahren ab Predazzo gewohnt. Doch dies ändert sich ab Vigo schlagartig. Kurve an Kurve steigen wir sanft in die Höhe. Es kommt uns vor, als wären wir im Bünderischen Hinterland. Mit der Anzahl Biker, die uns entgegen kommt, steigen auch die bedenklichen Bremsspuren, die bis zum Belagsende hinaus führen und dort im Gras verschwinden. Es ist uns auch nicht verborgen geblieben, dass sich diese Spuren vor allem in den etwas „gemeinen“ Kurven finden. Meistens da, wo sich an eine schöne, langgezogene, eine enge, fast hackenartige Gegenkurve zu einer S-Kurve zusammenfinden. Es tut einem schon fast weh, wenn man eine Bremsspur sieht, die bis 10cm vor einer Mauer heranführt. Da lässt die Spannung in der Gashand ganz von selbst nach. Nichts desto trotz wird man von der gewaltigen Umgebung wieder eingenommen. Wir kurven durch dichte Wälder und geniessen die Sonne im Nacken, die schon zu dieser frühen Morgenstunde zum Vollangriff bläst.

Kurz nach dem Erreichen des Passo di Costalunga, wie der Karerpass auch heisst, zweigen wir rechts ab und halten in Richtung Nigerpass. Wer allerdings den Karersee noch nie gesehen hat, der sollte sich dies auf keinen Fall nehmen lassen. Nur wenige Kilometer weiter der Karerpassstrasse entlang befindet sich diese bekannte Se(e)henswürdigkeit. Bei schönem Wetter strahlt das Wasser türkisfarben und man kann im klaren Nass bis auf den Grund sehen.

Der Nigerpass von Süden her ist ebenfalls kein typischer Pass, wie man es sich von den Schweizer Alpen gewohnt ist. Wir schwingen zackig entlang der sehr kurvigen Strecke, rechts, links, rechts, kurze, gerade Verschnaufpause und dann geht’s schon wieder von vorne los. Allerdings überbrücken wir dabei eigentlich fast keine Höhe, eher bewegen wir uns leicht bergab. Ab der „Passhöhe“ des Nigerpasses geht es dann richtig hinunter. Die Strecke führt durch viel Wald, und ab und zu ist die Strasse etwas eng. Erschwerend kommen noch Baustellen dazu, die sich knapp hinter Kurven befinden. So fordert die Strecke stets vollste Konzentration.

Die Sonne brennt inzwischen ziemlich unbarmherzig vom Himmel und wir können von hoch oben über das Tal hinunter bis nach Bozen sehen, während wir uns langsam und in langen Serpentinen Prato Blumau, der Ortschaft im Tal, nähern, wo wir in die Hauptstrasse nach Bozen einbiegen.

Von Bozen nach Meran nehmen wir die Autobahn, da wir heute den Tag noch in Meran verbringen wollen. Wer mehr Zeit in eine schöne Fahrt investieren will, kann der kleinen Strasse SP99 folgen, welche von Bozen östlich dem Berghang entlang über Meltina nach Meran führt. Unser Zielhotel ist bald erreicht und wir machen uns schon kurz darauf auf den Weg, um die neue, grosse Therme zu besuchen und uns nach den Kilometern im Sattel nun zu entspannen, bevor es morgen nach Hau-se geht.

Nicht nur Sozias werden an der riesigen Wellnesstherme ihre Freude haben, sondern auch so mancher Selbstfahrer dürfte sich darüber freuen, sich verspannte Nacken- und Rückenmuskulaturen im Sprudelbad oder unter dem „Wasserfall“ wieder auf Höchstleistung massieren zu lassen, während das Dampfbad neue Lebensgeister in einem weckt.

Als Tagesabschluss steht heute bloss noch ein gemütlicher Spaziergang durch die schöne Altstadt von Meran an. Natürlich können wir den heimischen Kochkünsten nicht widerstehen und lassen uns mit feiner Pizza und Pasta verwöhnen.

Tag 5:
Gerade eben noch sassen wir am ausgiebigen Frühstück, jetzt geht es bereits im Sauseschritt unserem nächsten Highlight entgegen. Wir folgen der kurvigen Strecke von Meran in Richtung Stilfserjoch. Dieser Pass darf, vor allem von dieser Seite her, nie in unseren Südtiroltouren fehlen, bietet er doch eine unglaubliche Auffahrt. Doch zuvor passieren wir Schlanders, wo sich das Maria-Theresia Hotel befindet, welches wir schon öfters bei Touren in der Gegend anvisiert hatten. Übrigens eignet sich die Umgebung im Val Venosta oder Vinschgau auch sehr gut für Wanderungen auf den diversen Höhenwanderwegen.

Etliche Schlösser und Burgen säumen unseren Weg. In Kastelbell findet sich ein Prunkstück gleich an der Strasse. Ursprünglich erbaut wurde es 1238, brannte jedoch zweimal ab und wurde jetzt restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bevor wir uns nun dem Kurvenschwingen hingeben, machen wir in Prad noch eine kleine Pause bei einer erfrischenden Cola. Gleich neben der Post findet sich übrigens für Fischinteressierte das „Aquaprad“, eine interessante Möglichkeit örtliche Fischarten in 14 Aquarien kennen zu lernen. Lange halten wir es allerdings nicht im kühlen und irgendwie geheimnisvollen Aquarium aus, uns zieht es bereits wieder weiter.

Nun folgen wie immer die besten Kehren an einem Tag, an welchem das Stilfserjoch auf dem Plan steht. Anfangs zurückhaltend, werden wir, je höher wir steigen, immer mehr mit Kurven bombardiert. 45 Spitzkehren sind es an der Zahl und unzählige Wedeleinlagen, sowie starke Steigungen und ausnahmsweise wenig Verkehr. Der Motor bollert in die Luft hinaus, während uns die KTM den Berg hinauf katapultiert. Die Kehren sind z.T. derart eng, dass man vorher etwas ausholen muss, um gut um die Runde zu kommen. Auf dem Gipfel glitzert noch Schnee und es scheint, als hätte das Leben hier erst vor kurzem Einzug gehalten.

Der Strassenbelag ist vom Winter gezeichnet. Tiefe Risse zieren wie Narben die Strasse. Von den steilen Stützmauern sind Brocken durch den Schnee auf die Strasse gedrückt worden und an gewissen Stellen sind die Stützmauern sogar teilweise eingestürzt. Erdmassen quellen auf die Strasse hinaus und ein jedes Körnchen scheint sich an einem der vorbeifahrenden Räder festhalten zu wollen, um endlich aus dieser Einöde des Winter zu entfliehen.

Wer übrigens diese schöne Gegend noch etwas länger befahren will, sollte es sich nicht entgehen lassen und Sulden besuchen. Eine hübsche kleine Strasse führt hinauf ins etwas touristisch wirkende Dorf. Ein neu angelegter See lädt dort zu einer Pause ein. Wer gar in dieser urchigen Umgebung übernachten möchte, dem sei das äusserst niedliche Dörfchen Stilfs empfohlen, welches sich einige Kilometer abseits der grossen Passtrasse befindet und wo sich auch ein gutes, kleines Hotel anbietet.

Nicht ein einziges Motorrad hat sich bisher auf der ganzen Strecke bis hinauf zur Passhöhe ge-zeigt. Oben angekommen können wir kaum eine Hand voll ausmachen. Wir nützen die Gelegenheit für einige Meter Schnee-Offroad und fahren zum „Tibet“restaurant hinüber, von welchem man einen vorzüglichen Überblick über die Passtrasse hat, die sich in unzähligen Serpentinen den Berg hinauf windet.

Es ist ziemlich kalt und in den Sommerhandschuhen fühlen sich unsere Hände langsam an, wie gefrohrene Wienerli. Erneut führen uns etwa ein halbes Dutzend schöne 180er dem Schweizer Zoll entgegen. Eine Passkontrolle gibt es, wie so oft, nicht und so kurven wir schon kurz darauf hinter einem etwas unsicher wirkenden Paneuropeanfahrer in Richtung Tal. Die vielen Kehren hinterlassen vor allem bei ungeübten Fahrern bestimmt ihre Spuren und der Umbrail bringt einen dann evtl. noch ganz aus dem Konzept. Für uns allerdings ist der einzige nicht ganz durchgängig asphaltierte Pass der Schweiz ein Vergnügen, kann unsere 990er doch endlich wieder einmal ihre wahre Stärke ausspielen – viel Federweg und gute Offroadeigenschaften.

Kaum lassen wir die Schneefelder hinter uns, erblühen überall Alpwiesen. Dies haben aber nicht nur wir erkannt, sondern auch viele Bergbewohner, allen voran das gemeine Murmeli. Überall sprinten sie über die Wiesen, wenn wir mit unserem röhrenden Zweizylinder daher gebrummt kommen. Die etwas weiter entfernten Tierchen lassen sich allerdings nicht beeindrucken und kauen unbeirrt weiter auf saftigen Kräutern.

Vor unserer endgültig letzten Feriensequenz machen wir in Müstair Halt und geniessen die gemütliche Atmosphäre. Dieser Ort eignet sich übrigens ideal zum Studium internationaler Motorräder, da an schönen Tagen andauernd Bikes aus aller Herren Länder an einem vorbei rollen, um am Umbrailpass einen Kurvenrausch zu erfahren. Auch übernachten kann man hier gut. Etwas teuer ist es vielleicht, aber dafür sind die Leute sehr gastfreundlich.

Für uns geht es nun langsam dem Ende entgegen. Zwei Höhepunkte warten aber noch auf uns, bevor das monotone Autobahnfahren beginnt: Der schöne Ofenpass mit seinen langgezogenen Kurven und seinem irgendwie Kanadisch anmutenden Ambiete lässt uns nochmals in angenehme Ferienstimmung versinken. Wir gondeln durch lichte Wälder und an kantigen Felsen vorbei und fühlen uns einfach frei.

In Sus steht dann unser letzter Leckerbissen bevor – der Flüela. Kaum aus dem Dorf, beginnen die ersten Kurveneinlagen, welche zwischenzeitlich von längeren Geraden abgelöst werden. Ideal um sich die Gegend etwas genauer anzuschauen, bevor man wieder von der nächsten Kurvenserie gefangen wird. Die Passabfahrt nach Davos zieht sich dann schon eher etwas in die Länge, aber wir werden trotzdem schneller als gewünscht von der Realität wieder eingeholt.

Langer Fahrt kurzer Sinn: Die Dolomiten sind fantastisch und es wird bestimmt nicht unser letzter Besuch gewesen sein.