Tipps zur tour

 

Einsame Badebucht:

Am Golfo di Castellmare östlich des Capo San Vito hat es eine wunderbare Motorradstrecke, die oberhalb der felsigen Küste nach Westen führt. Leider ist es eine Sackgasse und vor allem leider ist bekannt, dass die Buchten am Ende der Strasse sehr schön sind. Wir haben es uns geschenkt neben 500 anderen auf gedrängtem Platz zu sitzen. Daher sind wir etwas früher von der Küstenstrasse abgebogen und auf einem etwas steilen Weg runter ans Meer gefahren. Wir hatten nicht nur die gesamte Bucht für uns alleine, sondern auch einen Felsblock, um in dessen Schatten zu liegen. Die Ruhe war herrlich und gekostet hat es im Gegensatz zu den anderen „Beaches“ auch nichts. Westlich von Palermo bei Mondello kann man auch schön baden, muss seinen Strand aber wohl mit vielen Touristen teilen.  

GPS: Koordinaten: N38° 09.003 E12°46.315

Palermo - La Vucciria In Palermo geht ebenfalls immer etwas. So z.B. südlich der Piazza San Domenico. Hier findet man den grössten Markt Siziliens. Ein tägliches Spektakel: wild gestikulierende Händler inmitten frisch geschlachteter Ziegen, Unmengen unterschiedlicher Olivenarten, und und und...
Tempelanlagen von Selinunte, Segesta, Agrigento: Sehr gut erhaltene, antike Tempel der Griechen. Besonders in der abendlichen Sonne bieten sich in Selinunte geniale Fotomotive mit Blicks aufs Meer. Aber auch sonst ist das monumentale Bauwerk ein Muss. Segesta ist etwas weniger gut erhalten und liegt auch im Landesinneren. Wer beide Anlagen innerhalb zweier tage besucht, der muss nur für eine bezahlen. Wer nur eine besuchen möchte, dem empfehle ich Selinunte. Südlich von Agrigento finden sich noch besonders schön erhaltene Tempelanlagen.

GPS-Segesta: N 37°56’ 32.05“ O 12°50’ 05.98“
GPS: Selinunte: N 37°35’ 03.06“ O 12°50’13.64“
GPS Agrigento: N 37°17’ 22.75“ O 13°35’31.47“
Gipsklippen bei Agrigento - Scala die Turchi: Die Gips-Felsenküste westlich von Agrigento bietet wunderbare Fotosujets aber auch eine schöne Möglichkeit sich den Schweiss des Tages durch ein Bad im Meer abzuspülen. Da auch hier gleich der Scala die Turchi, einem besonders ausgeprägten Gipsfelsen, Eintritt verlangt wird, könnte es sinnvoll sein, etwas seitlich zu parken und vor dort dem Strand entlang zur Scala zu laufen (Zugang von Osten her viel leichter wegen Klippe im Westen).

GPS: N37°17’23.17“ O13°28’22.27“
Alcantaraschlucht – Gole Alcantara: Diese Baslat-Schlucht östlich von Francavilla  ist in einem Naturpark eingebettet worden. Der Besuch ist daher kostenpflichtig. Er bietet schöne Abwechslung zum meist trockenen Sizilien. In der Schlucht selbst, welche man über einen steile Treppe oder einen Lift erreicht, herrscht ein angenehmes Klima. Da es kaum Schatten hat, sollte man auf jeden Fall Sonnencreme mitbringen. Das Wasser ist sehr frisch bis eisig kalt (je nach Jahreszeit). Da man im Wasser auch ein Stück in die Schlucht reinlaufen kann, lohnt es sich sicherlich Badehosen mitzubringen. Wer will kann auch bei einer Art Canyoning mitmachen. Da ich dies nicht machte, kann ich nicht sagen, ob es sich lohnt.

Neben der Schlucht an sich fand ich besonders die spezielle Felsformation interessant. Es handelt sich um Bienenwabenförmig ausgehärtete Lava, welche säulenartig von den Wänden runterhängen. Erinnert etwas an das devils Postpile monument in den USA (sollte das schon jemand gesehen haben).

Wer das gleiche Hotel benutzt wie wir, bei dem entfällt der Eintrittspreis, da der Eintritt vom Hotel kostenlos mitgegeben wird bzw. im Zimmerpreis inkl. Ist.

Mehr Infos: www.terralcantara.it
GPS: N37°52’44.54“ O15°10’32.58“
Taormina – Teatro Greco und Isola Bella
Diese kleine Ortschaft gehört sicher zu den meistbesuchten Orten Sizilien. Es ist zwar eine Touristenhochburg, aber es lohnt sich meiner Ansicht nach trotzdem. Alleine schon die Aussicht ist wirklich sehenswert. Taormina trohnt 240 Meter hoch auf einer Felsformation über dem Mittelmeer und bietet daher ein fantastisches Panorama. Ganz zu oberst gibt es noch ein antikes Theater der Griechen. Wie alle solchen Besuchermagnete ist der Eintrittspreis happig. Bei der Fahrt runter und der Küste entlang wird man auf die Isola Bella treffen, eine kleine Insel, die nur über einen schmalen Standstreifen mit dem Land verbunden ist. Auch das ein schönes Fotomotiv.

Normannenkloster von Monreale:
Dieses Kloster mit schönem grossem Dom besticht durch seine äusserst grossen und eindrücklichen goldverzierten Mosaike. Dazu gibt es einen byzantinisch-arabischen Kreuzgang. Die Besichtigung zumindest der Mosaike (bei uns kostenlos) kann ich empfehlen.

GPS: N38°04’53.73“ O13°17’29.64“
Salinenlandschaft von Trapani: Da wir sie selbst nicht besuchen konnten, weiss ich nicht genau, was einen erwartet. Aber Berichten zufolge unbedingt einen Besuch wert.
Ätna - Vulkan pur Eine Fahrt um den Ätna gehört sicherlich mit ins Programm, wenn man Sizilien besuchen möchte. Besonders bei schönem Wetter lohnt sich die Panoramastrasse östlich und südlich des Vulkans entlang. Die Strasse führt durch verschieden alte Lavafelder, die von kahl und vollkommen  schwarz bis bereits wieder am bewachsen gehen. Start ist die Ortschaft Linguaglossa und Ziel Piano Provenzana (Etna Nord, 1800 m). Hier standen 2 Alberghi und kleinere Holzhütten (Souvenierstände, Skiverleih etc.). Diese wurden von Lava am 27.10.02 zerstört, inzwischen aber teils wieder aufgebaut.

Von Zafferana aus, dem Honigzentrum der Insel (Honigeinkauf lohnt sich, ist einiges günstiger als auf dem Vulkan an den Toruistenständen!), geht es dann rauf zum Refugio Sapienza (Etna Sud, 1920 m). Neben der Schutzhütte des CAI (Club Alpino Italino) gibt es eine Ansammlung von Souvenirständen und die Talstation der 2001 von Lava zerstörten Seilbahn. Startpunkt für die Allradbusse der Etna-Excursionen. Die Lava konnte 2001 sowie 2002 in letzter Sekunde vor der "Haustür" des Refugio mit eilig erichteten Erdwällen und Löschwasser gestoppt bzw. umgeleitet werden.

Honiglink:
http://www.terredimiele.it/eng/limone.html

http://www.mielenaturaviva.it/miele.html
http://www.mieledisicilia.it/index-4.html

Einene Ausflug zum Kratergebiet mit Seilbahn und Allradbusse für Etna-Excursionen sind möglich aber sehr teuer. Einen kleinen Krater sieht man bei der Anfahrt von Zafferana.
Felskammergräber von Pantalica und Syrakus Da wir nicht selbst vor Ort waren können wir keine näheren Infos abgeben, als dass es nach Aussagen anderer sicher ein Besuch wert sein soll.
Lesetipp zum Einstimmen auf Sizilien: Bücher „Commisario Montalbano“. Wunderbar kurzweilig geschrieben Kriminalgeschichten, die das typische sizilianische Leben lustig in Szene setzt und natürlich auch mit den Vorurteilen und Erwartungen an die Sizilianer spielt! Kann ich sehr empfehlen.