Touren-Tuning

Motorrad mitfahren hat viele Vorteile und macht Spass – zumindest wenn das Wetter einigermassen mitspielt und nicht ein ganzer Tag Autobahn vor einem liegt. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, wie eine bevorstehende Motorrad-Tour durch die Sozia noch zusätzlich getunt werden kann. Hier einige Tipps aus erster Hand:

Beteilige dich als Sozia schon bei der Planung der Tour. So kannst du die Route mitbestimmen und dabei passende Hotels aussuchen, Zwischenstopps in sehenswerten Städtchen einplanen, ein Picknick an einem schönen Aussichtspunkt vorsehen und den Besuch von diversen Sehenswürdigkeiten als gut genutzte Pause oder Schlechtwetter-Variante mit einbeziehen. Unsere Empfehlungen an Sehenswürdigkeiten zu den jeweiligen Routen findest du in der Rubrik Touren.

Eine entspannende Massage passt immer. Entweder kann dies der Fahrer übernehmen (wenn er nach einer anstrengenden Tour noch die Energie dazu hat) oder ihr übernachtet in einem Wellnesshotel (vor allem in der Region Südtirol / Dolomiten sehr verbreitet) und du buchst dir eine Massage vor Ort. Ein Sprudelbad oder Saunabesuch ist die ideale Ergänzung. Aus eigener Erfahrung kann ich auch eine professionelle Sportmassage nach einer längeren Tour sehr empfehlen.

Ist ein längeres Autobahnstück (zum Beispiel bei der Anreise in die Berge oder auf dem Weg durch die Po-Ebene) geplant, ist der i-Pod nicht zu verachten – je nach Platz im Helm und Beschaffenheit der Kopfhörer. Das Hören der eigenen Lieblingsmusik oder eines spannenden Hörbuches kann die Wartezeit bis zu den Pässen optimal verkürzen. Extra kleine Kopfhörer (in-Ohr-Kopfhörer) gibt’s von Sony (MDR-ED31LP, ca. ab CHF 40.–, sehr gute Klangqualität, mittlerer Tragekomfort und Verarbeitungsqualität gemäss Nutzermeinungen im Internet) oder Koss (The Plug Ohrhöhrer, ca. ab CHF 30.–, nur mittlere Klangqualität dafür hoher Tragekomfort gemäss Nutzermeinungen im Internet).

Ein feines Picknick zum Mittagessen oder zVieri ist eine erholsame Pause. Die Zutaten können auch erst während der Tour besorgt werden, fürs Spontanpicknick. Anstelle einer Picknick-Decke kann auch mal der Rückenpanzer, das Sitzkissen oder einfach eine schöne Frühlingswiese herhalten. Nicht für Fahrer mit Heuschnuppen geeignet.

Ein bequemer Motorradsattel und angenehme Bekleidung sind das A und O beim Tourentuning. Manche Motorrad-Modelle gibt es mit unterschiedlichen Satteln (Höhe). Eine Probefahrt lohnt sich da allemal. Ist unter den Standard-Satteln nichts Passendes zu finden, kann auch eine Spezialanfertigung beim Sattler ins Auge gefasst werden. Ist der Sattel zwar gut aber noch nicht perfekt, kann ich ein aufblasbares Sitzkissen empfehlen. Die Kleidung sollte aus Sicherheitsgründen so eng wie möglich sitzen, aber trotz allem immer noch bequem sein. Auch nach einem feinen Mittagessen. Bei Lederbekleidung weitet sich die Form im Laufe der Zeit zusätzlich.

Eine gute Abwechslung für Zwischendurch sind kurze Fotosstopps. Anstatt den ganzen Tag nur immer in der gleichen Position im Sattel zu sitzen, kommt auch für die Sozia etwas Bewegung in die Sache. Für ein tolles Foto kann man schon mal einen Hügel hinauf oder ein Bord hinunter klettern. Gelungener Nebeneffekt nebst den Kurzpausen: ihr habt gleichzeitig ein paar tolle Erinnerungsfotos, was auch den Fahrer freuen wird. Die ideale Ausgangslage für ein Fotogeschenk.

Wer sich gerne schön kleidet, muss bei Motorradtouren nicht ganz darauf verzichten. Ein schönes Kleidungsstück hat immer Platz – ein schönes Oberteil oder ein Sommerkleidchen zum Beispiel. Da wird auch dein Fahrer seine Freude haben. Solange du zum Oberteil nicht noch die passende Hose, die passenden Schuhe, den passenden Schmuck mitnehmen und für das ganze Styling zwei Stunden im Bad stehen möchtest.

Gerade im Sommer lohnt es sich, ein Bad in einem der vielen kühlen Bergseen einzuplanen. Entweder als Pause zwischendurch oder falls ihr mit dem Zelt unterwegs seid, ist das der perfekte Camping-Ort. Falls der See unterhalb eines Gletschers liegt, kann die Abkühlung aber vielleicht kühler werden, als erhofft.

Zum Saisonstart empfiehlt es sich, zuerst einmal ein oder zwei kleinere Touren zu planen und nicht gleich mit den zweiwöchigen Motorradferien zu starten. So kann sich Fahrer wie Sozia wieder eingewöhnen und ein Gefühl fürs Fahren entwickeln sowie am richtigen Ort die entsprechende Muskulatur aufbauen. Dies ist nicht nur angenehmer, es ist auch sicherer.

Bei Müdigkeit unbedingt eine Pause einlegen. Manchmal merkt der Fahrer vor Kurvenfreude gar nicht, wie lange ihr schon auf seinem Motorrad sitzt. Ist man als Sozia aber allmählich auf dem Sattel eingerostet, nimmt der Spassfaktor rasant ab, was ja auch nicht im Sinne des Fahrers ist. Zwischendurch einen 10-Minuten-Stopp, bei dem du flach ins Gras liegen, eine Cola trinken oder die Füsse vertreten kannst, wirkt Wunder.