Sicherheit

Es ist nicht weg zu reden: Motorradfahren, egal ob selber oder als Sozia, ist gefährlich, oft genug werden Motorradfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern einfach übersehen. Nebst dem Fahrverhalten deines Fahrers gibt es ein paar Punkte, die zu einer möglichst hohen Sicherheit auf dem Bike beitragen können.

Eine gut ausgewählte, in den Farben möglichst leuchtende Schutzkleidung ist zum Glück für die meisten Motorradfahrer und Sozias bereits selbstverständlich. Nur sollte man diese auch auf Kurzstrecken und innerorts tragen. Laut Statistiken geschehen nämlich die meisten Unfälle mit 50 km/h. Wenn ihr also am Abend vom Hotel zum Restaurant nochmals kurz auf das Bike steigt, solltet ihr nicht auf eure Schutzkleidung verzichten. Da wir uns manchmal auch nicht nochmals in die volle Montur werfen wollen, entscheiden wir uns meistens für ein Restaurant in der Nähe und geniessen den abendlichen Spaziergang dorthin.

Reflektoren erhöhen die Sicherheit. Diese können einerseits an der Kleidung angebracht werden oder in Form von witzigen oder chicken Klebern den Helm zieren. Auch auf das Motorrad selber oder die zugehörigen Kisten können Reflektorkleber aufgeklebt werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, trägt über dem Motorradkombi noch eine Leuchtweste. Vor allem bei schlechtem Wetter sind diese sehr zu empfehlen.

Nebst dem Verhalten des Fahrers, trägt auch jenes der Sozia seinen Teil zur Sicherheit bei. Die wichtigsten Tipps zu einem richtigen, angemessenen Verhalten findest du hier

Durch regelmässiges Fahren (nicht nur bei strahlendem Sonnenschein) und sogenannte Fahrsicherheitstrainings wird das Können von Fahrer und Sozia weiter ausgebaut. Wichtig ist vor allem zu Beginn einer neuen Saison, dass sich Fahrer und Sozia wieder ans Fahren angewöhnen. Ein paar kürzere Touren, bei denen ihr es etwas langsamer angehen lässt, sollten zum Saisonstart eingeplant werden.

Eine wichtige Regel ist auch: Steigt nie müde, hungrig oder verärgert auf das Bike!

Durch Aufrüsten des Motorrades kann ebenfalls etwas für die Sicherheit getan werden. ABS, zusätzlich eingebaute Allvier-Blinker oder ein stabiler Sturzbügel, der im Falle eines Fallens die Beine vor dem Einklemmen bewart, sind nur drei der vielen Möglichkeiten, die sich euch in diesem Bereich bieten.

Ob bei Tagestouren oder ganzen Motorradferien, wichtig ist, dass ihr regelmässig Pausen einlegt. Diese müssen nicht immer lange sein, manchmal genügt es, sich mal fünf oder zehn Minuten ins Gras zu legen.

Idealerweise kennst auch du als Sozia die wichtigsten Handgriffe bezüglich eures Motorrades. Dein Fahrer erklärt dir sicher gerne, wo sich Gas, Kuppel und Bremse befinden. Wenn du im Notfall sogar mit dem Bike bis zum nächsten Dorf fahren könntest (wenn auch nur im Schritt-Tempo), kann das natürlich nie schaden. 

Für den Notfall hat es sich bewährt, wenn du dein Handy nicht im Gepäck verstaut hast, sondern wenn sich dieses in deiner Brusttasche befindet. Dort ist es jederzeit schnell griffbereit. Zudem empfehle ich, die wichtigsten Notfallnummern im Handy zu speichern, damit du im Falle eines Falles nicht noch lange überlegen musst. Allfällige Aktivierungs- oder Entsperrungs-PIN-Codes solltest du ebenfalls griffbereit haben.

Seid ihr tatsächlich einmal in einen Unfall verwickelt, ist es besonders wichtig, dass ihr die Unfallstelle sichert, da ihr beim Motorrad keine „Schutzkabine“ wie beim Auto habt. Achtet also darauf, dass ihr so rasch wie möglich weg von der Fahrbahn kommt. Wenn ihr über ein Pannendreieck verfügt (es gibt auch welche aus Stoff, die man über den Helm stülpen und so an den Strassenrand stellen kann), solltet ihr dieses so rasch wie möglich aufstellen.

Nie schaden kann auch der wiederholte Besuch eines 1.Hilfe-Kurses, um die wichtigsten Handgriffe für den Notfall wieder aufzufrischen.

Fast so wichtig, wie die Sicherheit zu erhöhen, ist auch eine korrekt abgeschlossene Versicherung. Am besten ihr erkundigt euch frühzeitig bei den diversen Versicherungsanbietern.