Komfort

Untenstehend findest du Tipps und Hinweise, wie du deine Motorradtour als Sozia bequemer oder eben komfortabler gestalten kannst:

Aufblasbares Sitzkissen / Rückenkissen:
Um entweder das Gesäss oder den Rücken vor unangenehmen Druckstellen zu entlasten eignet sich ein aufblasbares Sitzkissen hervorragend. Den Härtegrad kannst du beim Aufblasen selber bestimmen und so macht das Kissen den vielleicht etwas unbequemen Motorradsattel zum komfortablen Sitz. Und wenn du das Kissen nicht benötigst, lässt du ganz einfach die Luft ab und kannst es platzsparend verstauen. Ein weiterer Vorteil vom aufblasbaren Kissen gegenüber normalen Kissen liegt auf der Hand: es ist wasserfest, so dass du auch bei Regen (und vor allem nach dem Regen) bequem sitzen kannst. Beim Zelten oder bei einem Zwischenhalt (Picknick) bringt es eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit. Mit einem Gummistriemennetz ist es als Rückenlehne auch schnell am Topcase befestigt. Dabei sollte das Topcase jedoch zusätzlich verstrebt werden, da es für die Zusatzbelastung der Beifahrerin meist nicht ausgelegt ist. Eine günstige Variante bietet das Luftkissen aus solider PVC-Folie mit Velourbeschichtung, welches beim Spatz (Art. Nr. 33001) für CHF 6.- erhältlich ist. Etwas komfortabler ist das sich selbst mit Luft füllende Sitzkissen „EXPED Sportseat“ mit Nylonhaut (einseitig rutschstabil) ebenfalls von Spatz (Art. Nr. 33025) für CHF 29.90. Oder ein ähnliches Modell von Ortlieb ab EURO 24.95.


Sattler:
Passt der vorhandene Motorradsattel überhaupt nicht, gibt es bei vielen Motorradmodellen einen Ersatzsattel, oft in einer anderen Höhe als der Standardsattel. Am besten erkundigt ihr euch beim Händler. Hilft auch das nicht, kann der Motorradsitz nach euren Bedürfnissen durch einen Sattler individuell angepasst werden.

Gegensprechanlage:
Ebenfalls zu einem höheren Komfort beitragen kann eine gute Gegensprechanlage zur Verbesserung der Kommunikation zwischen dir und dem Fahrer. Ob das auch in seinem Sinne ist, musst du vielleicht vorher klären…


Packsack:
Mehr Platz bedeutet auch mehr Komfort. Einige Tipps, wie du Platz sparen kannst, findest du in der Rubrik „Ausrüstung > Platzsparer “. Bei grösseren Touren montieren wir in der Regel unser Topcase ab und ersetzten dieses durch einen grossen Packsack , da dieser noch mehr Platz bietet.

Haltegurt:
Von Polo gibt es einen Beifahrerhaltegurt (Art. Nr. 32028101000, 14,95 Euro), den sich der Fahrer um die Hüfte schnallt, damit du dich als Sozia auf komfortable Weise an ihm festhalten kannst und lästiges Aufrutschen verhindert wird. Der Gurt ist individuell auf jede Grösse einstellbar und seine gummierten Haltegriffe sorgen für einen bequemen, sicheren Halt.

Plastiksäcke:
Klingt vielleicht banal, aber ist effektiv: Wenn du deine Kleider auf einzelne kleinere und grössere Plastiksäcke aufteilst, hast du das gesuchte Kleidungsstück schneller griffbereit. Dinge, die du auf jeden Fall jeden Abend beim Absteigen benötigst kommen in einen anderen Sack, als beispielsweise Badesachen oder Wärmezubehör.

Nastücher:
Kleiner Tipp am Rande: Halte in deiner Motorradjacke immer ein Nastuchpäcklein griffbereit, das ist hilfreich, falls du dein Visier reinigen möchtest oder auf einer Tour wieder einmal länger keine richtige Toilette vorhanden ist (oder auf der Toilette kein WC-Papier).

Sonnencreme:
Auch eine Mini-Sonnencreme (beispielsweise ein Müsterchen) in der Motorradjacke ist praktisch. So kannst du zwischendurch den Nasen- und Wangenbereich, welcher im Gegensatz zum Rest deines Gesichtes während der ganzen Fahrt der Sonne ausgesetzt ist, nachcremen.

Mobikart:
Sehr komfortabel ist auch eine sogenannte „Mobikart “. Das ist eine Art Rucksack für Landkarten, den der Fahrer während der Tour tragen kann. Darauf kannst du immer sehen, wo ihr euch gerade befindet und wie weit es zur nächsten Ortschaft mit Restaurant oder allfälliger Schlafgelegenheit ist. Auch auf Touren in abgelegeneren Gebieten kannst du damit immer die Orientierung behalten und gegebenenfalls Anweisungen geben, während der Fahrer sich voll und ganz auf die Strasse konzentrieren kann. Die ideale Alternative oder zumindest Ergänzung zum GPS. Im Optimalfall erstellt ihr vom entsprechenden Kartenausschnitt eine schwarz-weiss Kopie und zeichnet mit einem Rotstift die geplante Route ein. Dadurch kannst du dich schneller auf der Karte zurecht finden.

Minirucksack:
In der Reiseabteilung vom Manor ist unter anderem ein schwarzer Mini-Reiserucksack erhältlich, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Er nimmt nur sehr wenig Platz in Anspruch, ist aber sehr nützlich. Bei einem eintägigen Zwischenstopp an Ort oder einem längeren Spatziergang am Abend kann das Nötigste darin verstaut werden. Ein Knirps, ein Getränkefläschchen, ein Jäckchen und ein Fotoapparat sind so beispielsweise jederzeit griffbereit. Das Aussenfach verfügt zudem noch über ein kleines Innenfach mit Reissverschluss in dem zum Beispiel der Hotelschlüssel sicher verstaut werden kann.