Regenausrüstung

  • Bestandteile: Regenkombi, Regenhandschuhe (ich empfehle reine Gummi-Regehandschuhe, da bisher alle anderen Handschuhe mit der Zeit durchlässig wurden), Stiefelüberzieher

  • Modell: Wie beim Motorradkombi hast du auch beim Regenkombi die Wahl zwischen Ein- und Zweiteilern. Im Allgemeinen gelten Einteiler als wasserdichter, wobei ich mit meinem Zweiteiler in den vergangenen fünf Jahren nie Probleme hatte. Zu beachten ist bei Zweiteilern, dass die Jacke genügend lange ist, so dass der Übergangsbereich gut abgedichtet wird. Zudem sollte die Jacke aus dem selben Grund unten an ihrem Abschluss über einen verstellbaren Gummizug verfügen. Der Zweiteiler hat auch beim Regenkombi den Vorteil, dass er in der Handhabung viel praktischer ist. Ein Toilettenstopp ist weniger umständlich, bei Kälte ohne Regen kann auch einmal nur die Jacke als weitere Isolationsschicht angezogen werden und bei der Ankunft am Zielort kann die Regenjacke auch gleich die Windjacke ersetzen, was Platz spart. Empfehlenswert ist ein Regenanzug, bei dem zumindest die Jacke über ein leichtes Futter verfügt, da Regenwetter oftmals auch Kälte mit sich bringt. Wichtig bei der Auswahl der Regenjacke ist nicht nur der Abschluss unten, sondern auch oben. Der Kragen sollte vor allem im Nacken genug hoch sein, damit dir das Wasser nicht am Hals entlang läuft. Drücken sollte jedoch auch nicht. Meine Erfahrung zeigt, dass bei der Regenausrüstung nicht gespart werden sollte. Schliesslich nützt es nichts, wenn du eine billige Regenjacke kaufst, dann jedoch nach einer halben Stunde bereits das Wasser durch dringt.

  • Grösse: Ein Regenkombi sollte auf jeden Fall bequem sein, schliesslich ist das Fahren bei Regen schon unangenehm genug. Es sollte genügend gross sein, dass du es gut (und schnell) über dein Motorradkombi überziehen kannst. Ist es jedoch zu gross (vor allem im Bereich des Nackens), verfehlt es seine Wirkung. Beim Kauf des Regenkombis solltest du dieses auf jeden Fall über deinem Motorradkombi anprobieren.

  • Sicherheit: Schwarze Regenkombis sind elegant und eine schwarze Regenjacke sieht auch als Windjacke noch gut aus. Das sollte dich jedoch nicht interessieren. Viel wichtiger ist die Sicherheit! Gerade bei Regenwetter sind Motorradfahrer noch mehr dem Risiko ausgesetzt, übersehen zu werden. Ein leuchtendes Kombi ist daher der Idealfall. Wer einen Kompromiss eingehen möchte, kann ein dunkles Kombi mit ausreichend Reflektoren und eingearbeiteten Leuchtstreifen kaufen. Oder du kaufst ein dunkles Kombi und ziehst jeweils bei Regenwetter eine Leuchtweste über das Kombi an. Dann hast du den 5-er und das Weggli, wie man so schön sagt.

  • Pflege: Auch das Regenkombi solltest du wenn möglich ohne die Hilfe einer direkten Heizung trocknen lassen. Benötigst du das Regenkombi eine Weile nicht, solltest du dieses unbedingt sorgfältig an einen Bügel hängen, da länger bleibende Falten schneller zu Rissen führen können. Hat dein Regenkombi einmal irgendwo ein kleines Loch, kannst du dieses von Innen mit Silberklebeband oder mit einem Campingflickset wieder flicken.