Motorradhelm

  • Farbe: Schwarze Helme sind zwar äusserst pflegeleicht und chick, dafür speichern sie bei gutem Wetter auch am meisten Hitze. Ideal wäre daher ein weisser Helm, nur bleibt der meist nicht lange weiss. Wer also auf Silber oder auf einen farbigen Helm setzt, sollte gut bedient sein.
  • Modell: Ein reiner Halbschalen- oder Jet-Helm, wie er oftmals auf Rollern getragen wird, ist für Motorradtouren nicht ausreichend. Vor allem dein Kinn ist im Falle eines Sturzes nicht geschützt. Besser ist ein Integralhelm oder ein aufklappbarer Helm, der beim Fahren herunter geklappt wird. Dabei bestehen vor allem Unterschiede bei der Schallisolierung, bei der Kälteisolation und beim Komfort. Aufklappbare Helme sind praktisch, wenn man einen Zwischenstopp macht. Der untere Teil des Helmes kann hinauf geklappt werden, so dass man ohne den Helm auszuziehen etwas kleines essen oder trinken kann. Auch für Brillenträger oder bei Fotostopps ist das von Vorteil. Dafür ist diese Art von Helmen je nach Ausführung aber auch etwas teuerer, als ein Integralhelm.

  • Grösse: Der Helm sollte bei der Anprobe fest sitzen. Einerseits wird er durch das regelmässige Tragen noch weiter, andererseits bietet ein fest sitzender Helm am meisten Schutz bei Unfällen. Er sollte jedoch keine Druckstellen erzeugen. Am besten machst du eine kleine Probefahrt oder lässt den Helm im Laden eine Weile (optimalerweise minimum eine halbe Stunde) an, um zu sehen, ob er irgendwo drückt. Übrigens: Falls du mit einem Helm einmal stürzen solltest oder der Helm aus den Händen zu Boden fällt, muss ein neuer Helm gekauft oder du lässt ihn auf allfällige «innere Verletzungen» durch den Hersteller prüfen. Auch wenn ein Helm von aussen noch wie neu aussieht, ist es möglich, dass er im Inneren Schaden genommen hat und somit nicht mehr den vollen Schutz bieten kann. Entsprechende Vorsicht ist daher auch beim Kauf von bereits gebrauchten Helmen geboten.- Ausstattung: Im Detail liegen meist die Unterschiede. Empfehlenswert ist beispielsweise ein stufenlos verstellbares Visier, im Idealfall mit Antibeschlag-Beschichtung. Manche Helm-Modelle sind unten beim Abschluss so gepolstert, dass der Helm eine zusätzliche Wärme- und Schallisolierung bietet. Immer ansehen sollte man beim Helmkauf auch die diversen Belüftungsmöglichkeiten, um welche du vor allem im Hochsommer froh sein wirst. Und natürlich bei schlechtem Wetter. Dann sollte die Luftzirkulation im geschlossenen Helm immer noch so weit ausreichend sein, dass das Visier nicht beschlägt.

  • Futter: Ebenfalls Unterschiede gibt es beim Innenfutter: bei einigen Helmen ist dieses zum Waschen herausnehmbar. Da das Futter im Laufe der Zeit in sich zusammen fällt, empfehlen manche Hersteller, das Futter regelmässig heraus zu nehmen und zu waschen, damit es wieder in seine Form zurück findet. Dabei sollte das Futter jedoch nicht zu stark ausgedrückt oder gar gewunden werden. Auch sollte das Futter an der Luft und nicht etwa mit Hilfe einer Heizung getrocknet werden.

  • Kinnriemen: Am sichersten sind Kinnriemen, die nicht nur mittels eines Druckknopfes geschlossen werden können, sondern bei denen die Riemen eingefädelt werden müssen. Beim Helmkauf solltest du darauf achten, dass sich der Helm bei geschlossenem Riemen auch mit viel Krafteinsatz nicht vom Kopf abziehen lässt. Weiter darf dass Riemenschloss nicht auf den Unterkieferknochen drücken oder auf dem Kehlkopf aufliegen. Verschliesse den Kinnriemen auf jeden Fall immer, wenn du den Helm anziehst – auch auf kurzen Strecken.

  • Haltbarkeit: Bei regelmässiger Verwendung des Helmes sollte dieser im Allgemeinen nach fünf Jahren ausgewechselt werden. Ausnahme: Wie bereits erwähnt, muss der Helm im Falle eines Sturzes zumindest geprüft oder gleich ausgewechselt werden.

  • Für Brillenträger: Wer Kontaktlinsen tragen und sie sich leisten kann, hat es natürlich komfortabler. Dabei eignen sich sowohl Tageslinsen wie auch Monats- oder Jahreslinsen gleichermassen. Je nach Linsenwasser-Marke sind für Reisen auch kleine Fläschchen erhältlich, womit du Platz einsparen kannst. Wer auf seine Brille nicht verzichten will oder kann, ist mit einer Brille mit Kunststoffgläsern besser bedient, als mit Quarzglas, da dieses bei Unfällen nicht oder zumindest weniger splittert. Zudem beschlagen diese bei schlechter Witterung meist weniger als Quarzgläser.