Rucksack - Ortlieb Flight

Speziell Positives zu erwähnen

  • Absolut wasserdicht
  • Gut verarbeitet und somit entsprechend robust
  • Mit guten und sinnvollen Zusatzfeatures ausgestattet, so z.B. einer wasserdichten Schlauchdurchführung für einen Tricksack oder einem separaten Dokumentenbeutel im Inneren
  • Rückstrahler auf der Rückseite und auf dem Schultergurten
  • Gutes Halterungssystem um Hüfte inkl. Brustgurt

Speziell Negatives zu erwähnen

  • Anstelle von Gummizügen wäre eine Art Spanngurt für die Befestigung des Netzchens aus der bodentasche besser. So könnte der Rucksack vor allem für Motorradfahrer noch idealer konzipiert werden. Dann wäre es nämlich möglich z.B. eine nasse Jacke aussen am Rucksack zu befestigen, was mit dem Gummizug etwas unsicher ist.
  • Aus Sicherheitsgründen wäre es vor allem für Reisende Biker besser, wenn anstelle einer „Verlinkung“ an den beiden Reisverschlussendteilen ein Loch für ein kleines Nummernschlösschen wäre. Damit würde den Langfingern die Arbeit etwas erschwert

Produkteübersicht

  • Material: PS33, einseitig beschichtetes Nylongewebe, Neopren
  • Erhältliche Versionen:
    • 22 Liter (Dimension: 51x29x20 (HxBxT)), Gewicht: 1300gr
    • 27 Liter (Dimension: 56x29x22 (HxBxT)), Gewicht: 1390gr
  • Farbgebung:
    • Senf-dunkelgrau
    • Hellgrau – dunkelgrau
    • Hellgrau – rot
    • Schwarz
  • Erhältlich bei: www.exped.com
  • Preis: 249 bzw. 269 CHF



Der eine kann nicht und der andere will nicht auf ein Topcase oder Kistensystem zurückgreifen, um seine Habseligkeiten auf die Tour mitzunehmen und setzt daher lieber auf einen kleinen Rucksack. Für Langzeitreisende bestünde derweil neben einem bestehenden Gepäcksystem wohl eher die Frage nach noch mehr Stauraum. Um den diversen Bedürfnissen gerecht zu werden, muss also eine möglichst auf die verschiedenen Wünsche abgestimmte Lösung her.

Bekannt für seine wasserdichten Produkte bietet Ortlieb auch für diesen Fall genau das Richtige. Der Flight ist ein leichter, kompakter und angenehm zu tragender Rucksack. Ein atmungsaktives Tragesystem mit Netzaufsatz lässt genügend Luft an den Rücken, um die Funktionalität der Motorradjacke zu gewährleisten. Allerdings darf der Rucksack dafür natürlich nicht überladen werden.

So kann er vom Biker sowohl für kurze Rundfahrten, wie auch für die Afrika- oder Südamerika-Durchquerung benützt werden. Bei einem kleinen Rast wird er dann wohl auch gleich noch als Wanderrucksack seinen Einsatz finden und ist so ideal für die Motorradwelt geeignet.

Wie der schon länger bestehende X-Cursion von Ortlieb (siehe Testbericht X-Cursion) bietet auch der Flight das bewährte Gurtensystem mit einem langen, breiten Hüftgurt und einem schmaleren, dafür elastischen Brustgurt. Er lässt sich so ideal an den einzelnen Träger anpassen (auch über die Motorradjacke).

Während der X-Cursion nur eine Haupttasche hat und drei kleine Aussentaschen, in die nicht wirklich viel hineinpasst, bietet der Flight im Gegensatz allerdings mehr: Die Fronttasche ist vom Rest getrennt und bietet Platz für eine ganze Zwischenverpfelgung. Wie die Haupttasche ist die Fronttasche ebenfalls mit einem TIZIP-Reissverschluss (wasserdicht) verschliessbar. Ausserdem ist links und rechts auf der Aussenseite je eine Neoprentasche angebracht, wo man Kleinigkeiten verstauen kann, die nicht unbedingt vor Wasser geschützt werden müssen oder zu denen ein schneller Zugriff nötig ist (z.B. eine Trinkflasche). Diese beiden Taschen verfügen über je drei kleine, unten liegende Auslauföffnungen. Sollte es nämlich stark regnen, würde sich sonst Wasser darin sammeln. Wichtige Dinge wie Pass oder Geld können im Wertsachen-Innenfach des Hauptfaches deponiert werden und „verkrümeln“ sich nicht mehr zwischen die anderen eingepackten Habseligkeiten.

Ein kleines „Netz“-Gewebe, das normalerweise in einer Reisverschlusstasche am Unterboden versorgt ist, kann zum zusätzlichen Stauvolumen umfunktioniert werden, z.B. um nach dem Regen die noch nasse Regenüberjacke darunter zu verstauen. Allerdings muss dabei auf eine gute Befestigung geachtet werden, da dort keine Zuggurten, sondern Gummizüge angebracht sind. Dies deshalb, weil dieses Netz ursprünglich für die Halterung von Velohelmen konzipiert wurde.

Ein von mir besonders geschätzter Vorteil des Flight gegenüber dem X-Cursion ist ausserdem, dass man in den Flight ein Trinksystem integrieren kann, für welches eine wasserdichte Schlauchdurchführung angebracht ist. So kann man auf längeren oder besonders heissen Touren auf das gewohnte System zurückgreifen (z.B. Camelbak-Wassersack), was einen zusätzlichen Rucksack für den Camelbak unnötig macht.

Ideal ist zudem die Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Grössen. So ist er als 22 Liter und als 27 Liter Version erhältlich