Motorradhose IXS - Caracas

IXS Motorrad-Hose Caracas

Speziell Positives
  • Die Knieprotektoren lassen sich sehr einfach und ohne langes Gefingere durch einen an der Knieinnenseite Reisverschluss austauschen bzw. in die richtige Position bringen
  • ?Belüftungsöffnungen im Oberschenkel- und Lendenbereich ermöglichen eine gute Durchlüftung des oberen Beinbereiches
  • Durch das herausnehmbare Innenfutter bzw. die Membrane (nur zusammen möglich) ist die Hose besonders auch bei hohen Temperaturen sehr angenehm zu tragen.
  • Die Hose bietet zwei Hosensäcke auf der Vorderseite, die zum Verstauen wichtiger Kleinigkeiten, wie Hausschlüssel oder ähnliches, geeignet ist.
  • Hose gibt es auch in Kurz- bzw. Langgrößen
  • Sicherheitsplus: Verbindungsreissverschluss für IXS-Jacken, z.B. der dazugehörigen Jacke Montevideo

Speziell Negatives
  • Fährt man längere Zeit bei grösserer Hitze und schwitzt dabei, so kann es am Abend beim Ausziehen vorkommen, dass das Netzfutter etwas an der Haut kleben bleibt. Das war bisher allerdings bei allen Hosen so, die ich hatte. Viel schlimmer war dieser Effekt an Goretex-Membranen. Dies ist hier allerdings nicht der Fall, weil die Membran ja mit dem Futter entfernt wird.

Allgemeines zur Hose

  • Material: IXS Motorradhose aus 500D Filtex Kordura,630D Dynax und Nubukleder
  • Material Aussentextilen: 85.5% Polymaid, 14.5% Rindsleder (Gesäss)
  • Material Membran: 50% Polyurethan, 50% Polyamid
  • Material Futter: 100% Polyester
  • Antiseptisches Netzfutter
  • Austrennbarer SOLTOTEX 3 Lagen-Futterliner und Thermofutter
  • Antirutschbesatz aus Nubukleder am Gesäss
  • Spandex an den Kniekehlen und im Gesässbereich
  • 2 Aussentaschen
  • CE Pretektoren im Knie-Schienbeinbereich
  • Hüftprotektoren sind gegen CE-Protektoren austauschbar
  • Reflektoren auf der Aussenseite der Oberschenkels
  • Belüftungsöffnungen im Oberschenkel- und Lendenbereich
  • Bundweitenverstellung mittels Klettverchluss an der Taille

Test-Bericht
Dank der langen Grösse der Hose habe auch ich als relativ gross Gewachsener endlich eine Hose, die optimal sitzt. Sonst ist es oft so, dass die Hose zwar von der Länge her passt, dafür könnte man aber anhand der Bundweite etwa zwei meiner Statur in die Hose schieben, oder aber der Bund passt, dafür sehe ich aus, als hätte ich Knickebocker an. Für diesmal drängen sich diese Probleme in den Hintergrund und nach dem mit dem Klettverschluss die Hose komplett passend gemacht wurde, geht’s an die Details:
Besonders erfreut hat mich die einfache Anpassung der Knieprotektoren. Wer schon mal einen Protektor am Knie hatte, der nicht gut passend sass, der weiss, wovon ich spreche. Anfangs merkt man kaum etwas, doch je länger man mit dem Hobel um die Kurven düst, umso stärker wird der üble Druck, bis zu dem Punkt, an dem man voller Ärger vom Bike steigt und sich an das Verstellen des Protektoren wagt.

Au weia, was habe ich mich schon genervt. Auf offener Strasse aus der Hose steigen, Innenfutter rausklauben, feststellen, dass diese Aktion einen noch keinen Schritt näher an die Mutter aller Knieprobleme gebracht hat. Von einem vorbeifahrenden Chopperfahrer noch schnell einen bemittleidenswerten Blick kassieren, mit tastender Hand vom Hosenbeinansatz zwischen Hose und Membran nach oben in Richtung Knie grübeln, um schlussendlich mit knobelingen Fingern, so ziemlich blind den Protektor zu lokalisieren und sich dessen ungefähre Position zu merken. Dann (in einem ungewollt heftigen Ratsch) den zu fest „klebenden“ Protektor vom Klett zerren, worauf die ursprüngliche Position des Protektors natürlich nicht mehr nachvollziehbar ist. Auf gut Glück den Protektor neu positionieren, Arm ausfädeln und Hose in windeseile anziehen, während aus dem nächsten vorbei fahrenden Auto eine hämische Grimasse eines Sonntagsfahrers zu einem rüber wächst, nur um festzustellen, dass der Protektoren im Falle eines Falles nun seine Wirkung am unteren Schienbein entfalten würde..... So eine Sch... aber auch. Und so beginnt das gleiche Spiel von vorn, bis der Protektor sitzt, oder man einfach die Lust am Spielchen verloren hat und halt mit geschützten Zehen rumfährt anstatt gut gepolstertem Knie.

Genau diese Situation wird man mit dieser Hose nie erleben. Mit dieser Hose würde man (hätte man die Knieschoner nicht schon von der fachtüchtigen Verkäuferin anpassen lassen) absitzen und dem vorbei knatternden Chopperfahrer mit seiner an der Haut klebenden Lederhose ohne Netzfutter lässig zuwinken. Mit einem einfachen Ritsch öffnet man den seitlichen Reissverschluss, als öffne man ein Geheimfach, löst den vor einem liegenden Knieprotektor und verschiebt ihn um die gewollte Länge. Jetzt drückt man ihn kurz fest, ritsch, Reissverschluss zu und aufgesessen. Bevor der Sonntagsfahrer ankommt düst man gut geschützt auf den bevorliegende, kurvigen Strasse und die Grimasse des Autofahrers lässt nur einen Schluss zu, er ist wahnsinnig eifersüchtig auf die schönen Schräglagen, die man vor ihm auf den Asphalt brennt.

Was mich als Teilzeit Endurist ebenfalls erfreut hat, ist der Hosenbeinabschluss. Mittels eines Reissverschlusses lässt er sich so erweitern, dass ich die Hose ohne Probleme über meine Alpinestar Tech 8 ziehen und wieder schliessen könnte. Ein MUSS, für meine Hosen, denn im Regen soll mir die Sauce ja nicht in die Schuhe laufen, sondern aussen runter.

Besonders in warmen Gegenden hat sich auch das „Ventilation System“ bewährt. Ich würde wohl nie mehr Hosen ohne solche Lüftungsschlitze kaufen. Sie kennen dieses System noch nicht? Dann wird es mal höchste Zeit, dass Sie es sich näher ansehen! Zwei Schlitze, die mit Reisverschlüssen geöffnet werden können und dahinter eine Art grobmaschiges Steppmaterial beherbergen, ermöglichen der Luft, dort einzudringen. Damit aber kein Luftstau entsteht, was ja eine effektive Kühlung verhindern würde, sind ebenfalls zwei verschliessbare Schlitze dort angebracht, wo man normalerweise die beiden hinteren Hosentaschen vermuten würde. Ideale Platzierung, denn wo sollte die Luft besser abrauschen können als am Gesäss.

Ansonsten sitzt man sehr gut, rutsch nicht (auf Grund es Nubukleders am Gesäss) aber auch im Stehen passt sich die Hose sehr angenehm an. Wer sie nicht schon mal anprobiert hat, dem können wir diese Hose wirklich ans Herz legen. Sie verspricht ein gutes Fahrgefühl und ein angenehmes Klima!