SteriPEN - Mit Sicherheit mehr Unabhängigkeit!

Klares, kühles Wasser muss nicht unbedingt sauber oder gar gesund sein. Vielfach finden sich gerade in Gebirgsbächen auch schon mal Fäkalbakterien (z.B. von Weidevieh) oder andere krankmachenden Mikroorganismen, die einem schönen Ausflug, ob per Motorrad oder zu Fuss ganz schnell ein Ende bereiten können.

Genau diese Gedanken habe ich mir vor meiner zweieinhalb wöchigen Sommertour nach Schweden sowie bei der Vorbereitung meiner Tour durch Rumänien gemacht. Was ich gegenüber meinen letzten Touren ändern wollte, ist klar, ich wollte mehr Unabhängigkeit von den üblichen Wasserbezugsstellen (sprich: Einkaufsläden) gewinnen.

Ich habe mir dazu auch überlegt auf meinen Wasserfilter von der Südamerikareise zurück zu greifen, doch eines störte mich ganz besonders an dieser Idee: Da ich nämlich nur gute 2 Wochen und nicht etwa 4 Monate unterwegs sein würde, wollte ich nicht jeden Abend 1-2 Stunden mit der Wasseraufbereitung verbringen. Andererseits wollte ich auch nicht eine riesige Menge Ballast mitschleppen. Zudem wollte ich auf Chemikalien (Silbertabletten etc.) verzichten, da diese meiner Erfahrung nach den Geschmack des Wasser zum üblen verändern und ausserdem müsste ich da immer noch eine Weile warten, bis die Chemikalien auch wirklich all den kleinen Bösewichten den Garaus gemacht haben.

Per Zufall stolperte ich da über den SteriPEN, ein Gerät, das mit UV-Strahlung allen unliebsamen Mirkoorganismen zu Leibe rückt. Keine Frage, dass musste ich ausprobieren!

So packte ich denn zu meiner normalen Reiseausrüstung einfach noch den SteriPEN dazu und da im Set eine Weithalsflasche inklusive ist, liess ich einfach meine normale Wasserflasche daheim.

Zu schätzen lernte ich den SteriPEN schliesslich, als wir im schwedischen Hinterland, weit weg von jeglicher Zivilisation mit Einkaufsmöglichkeiten zur Wasserbesorgung, Wasser für den Kaffee, die Suppe und das Essen brauchten. Schnell mal an den See runter (ca. 5 Meter), Wasser gefiltert (Schwebestoffe bis 4 Mikron = 0,004mm werden entfernt), Lampe eingesteckt und kurz mit UV bestrahlt, schon war das kristallklare Wasser geniessbar, ganz egal, ob sich vorher noch ganze E.Coli-Rudel darin tummelten. Und tatsächlich, auch nach wiederholtem Verwenden machte sich mein Magen oder Darm nie bemerkbar.  

Getesteter SteriPEN
  • SteriPEN Classic inkl. Packbeutel im Set mit Weithals-Flasche und Partikelfilter

Funktionsweise
UV-C Strahlung ist eine hochenergetische Strahlung. In diesem Falle bei einer Wellenlänge von 253.7nm (1nm = 1x 10-9 Meter). Aber keine Angst, der Vorteil ist, dass sie keine grosse Reichweite hat. Es kann nur optisch hochreines Quarzglas durchdringen, also jenes Material, aus welchem die Spitze des SteriPENs besteht. Aber schon am Plastik der Weithalsflasche ist Schluss. Und sollte man mal auf den Knopf kommen, wenn die Lampe noch nicht im Wasser ist, kein Problem, sie startet nicht, denn ein Wassersensor aktiviert die Lampe erst, wenn sie sich im Wasser befindet.

Die UV-Strahlung zerstört nun also die DNA (Desoxyribonukleinsäure) der Mikroben, also deren Genstränge. So sterben die Mikroben ab und können sich im Körper nicht mehr ausbreiten und zu Erkrankungen führen. Auch Viren können dem nichts entgegen setzen!

Wer schon mal in den USA war, hat evtl. in den Wasserabfüllanlagen die UV-Lampen gesehen. Auch dort wird am Schluss eventuell vorhandenen Mikroben noch mit UV-Strahlung den Garaus gemacht.

Technische Daten
  • Gewicht SteriPEN:     205g (inkl. Batterien!)
  • Dimensionen:     19cm lang, max. 3,8cm Durchmesser
  • Porenweite Partikelfilter: 4 Mikrometer (= 0.004mm)
  • Gewicht Partikelfilter:    42g
  • Dosierungen/ 4xAA-Batterien: ca. 15-20 x 1Liter (kommt auf die Art Akkus an, die man verwendet und wie gut geladen sie sind)

Andere Dimensionen
  • SteriPEN Journey LCD (129g schwer, mit CR123 Lithiumbatterien betrieben)
  • StreiPEN Adventurer (105g schwer, mit CR123 Lithiumbatterien betrieben)

Optional erhältlich
  • Solar charging Case: Solarmodul zum Aufladen von 2 CR123 Lithium-Akkus (194g schwer)

Vorteile
  • Unbegrenzt einsetzbar, solange Batterien vorhanden sind
  • Wenn mit Akkus betrieben, fast kostenlos betreibbar, da Akkus am Netz aufladbar
  • Wenn mit Akkus und Solarlader betrieben, fast unbegrenzte Trinkwasser-Unabhängigkeit
  • Dank starker UV-Lampe Sicherheit gegen Mikroorganismen
  • Leicht und sehr Platz sparend
  • Filter gegen grobe Unreinheiten
  • Extrem einfaches Handling: Eintauchen, Wasser schwenken, Knopf drücken und warten bis Licht ausgeht! Das wars!!!
  • Kein grosser Unterhalt, ausser hin und wieder Batterien wechseln, denn die Lampe hält 8000 Dosierungen (bei Behandlung von 3 Liter/Tag sind das immerhin 7,5 Jahre)
  • Schützt mit Sicherheit vor: E. Coli, Rotaviren, Salmonellen, Thypus, Ruhr, Hepatitis A+E, Amöben, Giardia, Cholera, Legionärskrankheit, Streptokokken, Staphylokokken, Influenza (Grippe, inkl. Vogelgrippe), Polio (Kinderlähmung), Anthrax, Tuberkulose, Cryptosporium,….
  • Beim SteriPEN weiss man, wann er seinen Dienst nicht mehr erfüllt und daher wird es nie zu einem Fall kommen, wo das Wasser teilweise verunreinigt z.B. durch eine leicht angerissenen Filterkartusche rinnen kann. Wenn die Lampe, die man bei Tageslicht sieht, nicht leuchtet, kann man danach das Wasser auch nicht trinken.

Nachteile
  • Der SteriPEN filtert das Wasser nicht, sondern zerstört lediglich alle Mikroorganismen. Sollte das Wasser also mit Giften oder Chemikalien verunreinigt sein, so müsste man eine zusätzliche Reinigungsmethode anwenden, denn da hilft dann auch Abkochen nicht mehr!

Erhältlich im: Bergsport und Outdoor-Fachhandel!

Infos unter:   www.exped.com