Exped Downmat 9 Pump

Technische Angaben:

Dimensionen ausgebreitet  183 x 52 x 9 cm
Dimensionen verpackt (Packmass) 24 x 16 cm
Gewicht 960 g, Packsack 22 g
Temperaturbereich bis -38°C
Füllung 250 g
Daunentyp 700 cuin*

* Füllkraft der Daunen (siehe weiter unten)


Speziell Positives:

  • Sehr hoher Komfort
  • Sehr gute Isolationsleitung
  • Sehr robust

Ggf. problematisches:
Evtl. dass das Packmass für den einen oder anderen an der Grenze liegt, aber dafür gibt es ja auch die leichteren, etwas kleineren Downmats



Anwendung:
Normalerweise ist für eine Luftmatrazze keine „Bedienungsanleitung“ nötig, aber hierbei handelt es sich auch nicht um eine hundsnormale Allerweltsluftmatrazze. Die Anleitung betrifft auch eigentlich nur das Aufblasen bzw. Entlüften. Dies kann nicht mittels Lungenkraft ausgeführt werden, sondern wird mittels einer in der Matte fest eingebauten kleinen Luftpumpe von Hand gemacht. Die Art und Weise ist selbsterklärend. Man platziert die Hände auf den vorgegebenen Stellen auf der Matrazze und pumpt in einer Art Wellenbewegung Luft in die ausgebreitete Matrazze. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man zuerst mit jener Hand drückt, unter welcher das Einsaugventil liegt. Mit dem Handballen verschliesst man beim Pumpen dann gleich das Ventil und verhindert, dass Luft durch das Ansaugventil wieder ausströmen könnte. Nach ca. 1 Minute Pumpen ist die Matrazze hart bzw. man kann sie so weich einstellen, wie man es als angenehm empfindet.

Damit man im Bereich der Handpumpe keine unaufgeblasene Stelle hat, kann man an das der Ecken zugewandten, interne Vetnil der Matrazze drücken. So verteilt sich die Luft in der Matrazze auch noch in diesen Teil.

Das Entlüften der Matrazze erfolgt mittels Ablassventil am Matrazzenende.
 
Wem die Erklärung noch nicht klar genug war, der findet hier sogar ein kleines Video, welches das Vorgehen dokumentiert:
Aufblasen
Entlüften

 

Füllsystem:

Handelsübliche, aufblasbare Liegematten bringen meist ein grosses Problem mit sich: Man kann noch so einen guten Schlafsack haben, auf der Unterseite ist die isolierende Wirkung des Schlafsackes durch die hohe Kompression durch das Körpergewicht massiv eingeschränkt. Eine Luftmatrazze trennt einen vom Boden und ermöglicht gleichzeitig eine bequemere Liegefläche. Doch die Luft in einer handelsüblichen Luftmatrazze wird bei jeder noch so kleinen Bewegung/Lageveränderung innerhalb der aufgeblasenen Kammern herumgepumpt und trägt so zum schnellen Wärmeaustausch zwischen warmem Körper und kaltem Boden bei. So kühlt man gerade dann schnell aus, wenn man die Wärme am nötigsten hätte, in einer kalten, eisigen Nacht in den Bergen. Gemäss Test der EMPA isoliert die Exped Down Mat 3-mal besser als eine handelsübliche vergleichbare selbstaufblasende Isomatte.

Der Vorteil, den man beim Downmat feststellen kann, und zwar von Anfang an, ist, dass die Kammern mit Daunen gefüllt sind. Diese haben gleich mehrere Vorteile: So verringern sie einerseits die Luftzirkulation so stark, dass man sich nun auch auf eisigen Boden legen kann, ohne nachts auszukühlen. Durch den gebremsten Luftstrom kommt es bei Lageänderungen auch nicht zu dem wabbelnden Gefühl, als befände man sich auf dem Meer.

Gleichzeitig lassen sie sich aber auch gut komprimieren, was vor allem für uns Motorradfahrer, aber eben auch Wanderer, wichtig ist, denn Platz ist ein rares Gut, das sparsam und effizient ausgenutzt werden will. Zudem sind Daunen sehr leicht und das ist der nächste lobenswerte Punkt. Neben dem massiven Komfortgewinn muss man nur einen geringen Gewichtszuschlag in Kauf nehmen. Wem das Gewicht des Downmat 9 immer noch zu hoch ist, er aber dennoch nicht ganz auf den Luxus einer Daunenunterlage verzichten will, der kann auf das Downmat 7 zurück greifen. Das ist etwas dünner und weniger schwer bzw. leicht kleiner.

Ebenfalls zu beachten ist, dass diese Liegeunterlage zwischen Ober- und Unterseite keine durchgehenden Wände bestehen, sondern abstandhaltende Stege. Diese sollen das Austreten von Daunen durch die Ventile verhindern und ausserdem das Wandern der Daunen zwischen den einzelnen Kammern minimieren. Wir haben keine austretenden Daunen gefunden, und das Wanderverhalten der Daunen haben wir auch nicht nachgeprüft, da verlassen wir uns ganz auf die EMPA (Eidgenössische Material Prüf Anstalt), die sich der Prüfung der Isolationseigenschaften angenommen hat. Wie genau der Aufbau ist, haben wir nicht nachgeprüft, aber eines ist sicher: Bei unserem Test des Downmats am 5135m hohen Ararat in der Osttürkei konnten wir keinerlei Beanstandungen finden.


Unser Fazit:
Nie mehr ohne! Wer einmal in der Kälte auf einer normalen Isomatte lag und sich danach auf ein Downmat gekuschelt hat, für den wäre das zurück Wechseln wie wenn man von einem Ferrari auf einen Tretroller wechseln müsste, schlicht ein no-go!

Bezugsort:
Wir bezogen unsere Ausrüstung nach eingehender Beratung von der Firma Spatz Camping (link). Sie hat uns kompetent und auf unsere Anforderungen spezifisch sehr gut und ausführlich über mögliche Produkte ifnformiert. Neben den Matten bietet Spatz auch eine ganze Reihe anderer Campingutensilien, vom Zelt bis zum Kocher, weshalb sich das Reinschauen ggf. lohnt, um die eigene Ausrüstung zu kompletieren!


Füllkraft von Daunen:
Sieh auch unter Wikipedia
Allgemein gilt: Ein Füllkraft-Wert von 500 cuin ist ein durchschnittlicher Wert. 600 cuin sind gut. 700 - 750 cuin sind sehr gut.