San Bernadino


Der San Bernadino Pass liegt gut "versteckt" gegen Ende eines Tales am Hinterrhein im Kanton Graubünden, sprich in der absoluten Gebirgsidylle! Ab der Ortschaft Hinterrhein, also ab da wo die Autofahrer ins Tunnel abzweigen und den Pass den Bikern überlasen, beginnt der eigentlich interessante Teil. Gleich zu Beginn fährt der Berg fast alles auf, was er zu bieten hat, zumindest auf der Nordseite. Mit 15 Haarnadelkehren ist dieser Bereich absolutes Super-Motard-Revier. Da macht es auch nichts, dass man je länger je mehr im Wald verschwindet.

Danach folgen verteilt bis zur Passhöhe hinauf nochmals 10 enge Kehren, allerdings nicht mehr in dieser extremen Konzentration, dafür hat man nun mehr Zeit die Gegend zu geniessen, denn schon kurz nach der anfänglichen Kurvenarie hat man die Waldgrenze überschritten.

Die erreichte Passhöhe erkennt man dann am See, der sich zur Linken ausbreitet.

Die Abfahrt gestaltet sich etwas ruhiger als die Auffahrt. Ca. 20 enge Kurven verteilen sich bis hinunter nach San Bernadino-Dorf. Doch damit ist der Pass noch lange nicht zu Ende, obwohl das viele zu Anfang glauben. Jetzt nur ja nicht auf die Autobahn wechseln. 

Nach dem Dorfausgang geht es zuerst eine Weile eher flach weiter, bevor man sich wieder den Schräglagen widmen kann. Jetzt folgen in guten Abständen nochmals rund 20 Kehren bis Pian San Giacomo, die sich ideal umkurven lassen. Echt Pech für den, der sie verpasst. Wer noch länger durchhält, bekommt noch einmal rund 10 Kehren bis hinunter nach Mesoco serviert. Nun ist aber leider Schluss mit der interessanten Strecke und daher empfehle ich hier auf die Autobahn zu wechseln - oder einfach umzukehren und das ganze rückwärts nochmals zu geniessen.