Oberalp


Der Oberalppass eignet sich vor allem dann, wenn man gerade aus dem Graubünden ins Wallis bzw. retour wechseln will. Als Verbindung zwischen Disentis, wo sich die Abzweigung zum Lukmanier  befindet, und Andermatt, welches den Zugang zum Gotthard bzw. Furka oder Susten ermöglicht, eignet er sich sehr gut. Grundsätzlich wird der Oberalppass aber von den allerwenigsten Fahrern zu den Highlights der Alpen gezählt. Dies schlicht und einfach, weil er eigentlich bloss als interessante Verbindungsetappe betrachtet wird.

Fahrerisch ist er von Distentis aus anfangs eher langweilig und nicht das Gelbe vom Ei. Die Strasse zieht sich auf z.T. nicht so gutem Belag durch das Tal. Begleitet wird man dabei oft vom Eisenbahntrassé, das sich ebenfalls durchs Tal schlängelt. In gewissen Abständen wird es jedoch interessant. Da folgen enge Teilstücke mit zwei oder drei schönen Kurven. Richtig los geht es aber erst ab Tschamut. Ein gutes Dutzend Haarnadelkurven reihen sich aneinander und sichern so den Spass für Enduro- und Supermotomaschinen, da kann man nur noch sagen – Freude herrscht!

Aber auch Sportler kommen nicht zu kurz. Von der Uri-Seite her, also von Andermatt, hat er zwar einige Kehren weniger zu bieten, diese sind jedoch eher lang gezogen und so für Rennmaschinen geeignet. Allgemein kann man sagen, dass die Strasse auf der Uri-Seite in sehr gutem Zustand ist, während die Bündnerseite z.T. zu wünschen übrig lässt. Bevor man allerdings die Passhöhe erreicht, geht es dann noch über ein schönes Hochplateau.