Lukmanier



Der Lukmanier ist vor allem von der Südseite her sehr interessant zu fahren. Er zieht sich über lange 48km von Aquarossa bis nach Distentis hin. Sollte jemand vor dem Lukmanier stehen und diesen nicht mehr an diesem Tag bewältigen wollen, so kann er kurz nach dem Dorfausgang Aquarossa ein kleines Weglein links ab der Strasse hinunter fahren. Er wird auf einen nahe am Fluss liegenden Campingplatz treffen. Wer kühle Temperaturen umgehen will, der sei gewarnt, weil es in diesem Tal im Frühling oder im Herbst doch noch ziemlich frisch werden kann. Von Aquarossa geht es langsam den Berg hinauf ohne grosse Kurven. Gerade deshalb aber sollte man sich nicht über hinauf flitzende Sportmaschinen wundern, welche diese Strasse gerne als Teststrecke für Leistungsvergleiche verwenden.

Erst in Aquila kommt dann ein erstes Mal Alpenfeeling auf, weil sich dort (leider) noch in der 50er Zone zwei 180er-Kurven befinden. Mit einigen leichten Schwüngen erreicht man ein Dorf weiter Olivone, wo es richtig los geht. Nach einer Weile trifft man dann auf eine schöne Zwischenebene mit einer moosigen Wiese, die zum Verweilen einlädt. Will man also dort sein Picknick essen, so verhindert ein sich an diesem Ort befindender Parkplatz gleich an der Strasse sogar ein gesetzwidriges oder gar gefährliches Anhalten. In eher langen Kurven erreicht man schlussendlich die Passhöhe mit dem Restaurant, welches nicht weit oberhalb des Stausees liegt. Ein grosser Parkplatz für diverse Kunden steht bereit.

Von Disentis kommend muss man zuerst aus dem Dorf hinaus und in ein enges Tal abtauchen. Von dort führt die Strasse in diversen Kurven auf einem engen, dem Berg entlang kriechenden Strässchen hinauf. Vier kurze Tunnels machen die Fahrt kurzweilig, bevor man nach einer schön lang gezogenen S-Kurve Curaglia erreicht. Ab hier fehlen grosse Kurvenarien, was einem die Möglichkeit gibt, viele schöne Eindrücke aufzunehmen, anstatt die Augen die ganze Zeit auf die Strasse zu heften.

Erst nachdem man innert kurzer Zeit vier kurze Tunnels durchfahren hat, kommt unterhalb der grossen Staumauer des Stausees St. Maria eine interessante S-Kurve, die einem über den Stausee hinauf führt. Durch eine Galerie erreicht man nach Überquerung des höchsten Punktes das Passrestaurant.