Vorgehen

  1. Vor dem Kauf eines eigenen Motorrades ist es sinnvoll, verschiedene Typen von Motorrädern probezufahren um heraus zu finden, welches einem wirklich passt. Idealerweise sollte man zuerst mal an einem Testtag einige Maschinen verschiedener Typen testen. Besonders geeignet ist dafür der „Tourenfahrer.ch“-Testtag, der einmal jährlich stattfindet. Dort sind beinahe alle Motorradimporteure mit ihren Maschinen vertreten und man kann die gewünschten Maschinen kostenlos für eine halbe Stunde testen. Anderenfalls kann man auch einfach an verschiedene Testtage der diversen Marken gehen und sich zusätzlich beraten lassen.

  2. Wenn man seine Auswahl auf etwa zwei Maschinen eingeschränkt hat, so sollte man diese Maschine am besten von einem Kollegen oder gegebenenfalls auch von einem Händler für ein Wochenende ausleihen. Mit einem Händler kann man meist auch absprechen, dass einem die Mietkosten an den Kaufpreis angerechnet werden, sollte man sich danach zum Kauf entschliessen.

  3. Hat man das richtige Gefährt auserkoren, so beginnt die Suche nach einem den Anforderungen entsprechenden Gefährt (Budget, Kilometer, Farbe, Ausrüstung,...). Dafür sollte man unbedingt auch das Internet mit seinen vielen Verkaufsplattformen zu rate ziehen. Dort hat man eine viel grössere Auswahl als im Lokalblatt. Allerdings sollte man nie einen Kauf per Internet tätigen, bevor man das Motorrad auch mit eigenen Augen gesehen hat! Sicherlich besuchen sollte man folgende Seiten.

  4. Ist man fündig geworden ist es ratsam das Bike zu besichtigen und unter die Lupe zu nehmen (siehe unter Kauftipps) und eine Probefahrt mit dem Moto zu absolvieren. Hat man selbst noch keinen Ausweis, so sollte man einen motorradfahrenden Kollegen mitnehmen. Auf der Fahrt sollte man auf komische „kratzende“ Geräusche achten, zwischendurch die Radlager prüfen. Gegebenfalls (bei einem grösseren Kaufbetrag) kann es sogar sinnvoll sein, das Fahrzeug schnell bei einem Mechaniker vorzuführen, der für wenig Geld einen Kurzcheck machen kann. Dieses Geld ist gut investiert, sollte es sich nämlich herausstellen, dass es versteckte Mängel hat, so hat man viel Geld gespart, anderenfalls kann wenigstens beruhigt den Kauf tätigen.

  5. Der Kauf sollte unbedingt schriftlich durch einen Kaufvertrag festgehalten werden. Dafür kann man die Vorlage verwenden, die ebenfalls auf dieser Page zum Download bereit liegt.

  6. Nun muss man sich um die Versicherung für das Fahrzeug kümmern. Gerade hier sollte man sich genügend Zeit lassen, denn hier kann man viel Geld sparen. Mit der Kopie des Fahrzeugausweises sollte man bei verschiedenen Versicherungen Offerten für die Haftpflicht und evtl. die Teil- oder gar Vollkasko anfragen. Der schnellste Offertsteller ist meist nicht der günstigste (bei gleicher Leistung)!

  7. Hat man sich für eine Versicherung entschieden, so schickt/faxt man dem unternehmen eine Kopie des Fahrzeugausweises und verlangt den sogenannten „Versicherungsnachweis“. Erst damit ist ein einlösen bzw., das Beziehen einer Fahrzeugnummer auf den eigenen Namen möglich.

  8. Ist der Kauf also getätigt und die Versicherung erkoren, so muss man (neben der Bezahlung) um das Umschreiben des Fahrzeuges auf den eigenen Namen besorgt sein: dafür kontaktiert man am besten das Strassenverkehrsamt des eigenen Kantones, wo einem weitergeholfen werden kann. Wenn man mit dem Versicherungsnachweis und dem fahrzeugausweis zum Strassenverkehrsamt geht, so bekommt man eine Nummer für das Motorrad.

  9. Erst wenn die Nummer am Fahrzeug korrekt installiert ist, darf das Motorrad auf der Strasse bewegt werden!

  10. Jetzt heisst es viel Spass Sofern ein Fahrausweis vorhanden ist. Falls nicht, so schauen Sie am besten unter dem Navigationspunkt „Ausbildung “.