Moto-Klassifikation

Chopper/Cruiser /Costum-Bike
Die Chopper sind der Traum jener, die schon immer der Route 66 entlang auf einer  nach Chromglänzenden Maschine durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten tuckern wollten. Der Name „Chopper“ stammt aus dem Englischen, wo „to chop“ = abhacken bedeutet. Der Name kommt nun daher, dass um 1950 gewisse Motorradfahrer begannen, alles an ihren Bikes abzumontieren (abhacken), was sie für nicht unbedingt notwendig erachteten, um so einerseits das Aussehen zu verändern und andererseits die Leistung des Bikes auf Grund des geringeren Gewichtes zu steigern. Heutzutage hat sich das etwas geändert. Es ist nicht selten so, dass Chopper mit viel Liebe zum Detail mit diversen Schnick-Schnack ausgestattet herumgefahren werden.

Typische Motorräder: Yamaha XV1100 Dragstar, Suzuki M1800 R, Harley Davidson, Yamaha Virago

Enduro/Reiseenduro/Strassenenduro
Als Enduro bezeichnet man jene grösseren Maschinen, welche man auch Off-Road benützen könnte, sprich mal ab der Strasse auf Kies und Dreck macht denen nichts aus. Das Wort Enduro setzt sich zusammen aus dem Spanischen Wort „duro“=hart und dem Englischen Wort „endurance“=Ausdauer und wird im Deutschen auch gerne als „Geländemotorrad“ übersetzt. In den letzten Jahren hat sich die Enduro aber eigentlich immer mehr zu einer Unterart der Reisemotorräder entwickelt, die hauptsächlich auf der Strasse verwendet wird. Dies u.a. natürlich deshalb, weil Off-Road-Fahren in Europa zunehmend verboten wird.

Typische Bikes:
Wirkliche Enduro: Husqvarna TE Baureihe, KTM Off-road-Baureihe
Reiseenduros: BMW GS, KTM Adventure, Yamaha XT
Strassenenduros: Honda Varadero, Suzuki V-Strom, Yamaha TDM

Motocross
Motocross-Bikes sind Motorräder, die von den Herstellern für die Ausübung des Motocross-Sportes gebaut wurden, meist aber so abgeändert wurden, dass sie auch auf der Strasse zugelassen werden. Sie sind mit Stollenpneus ausgerüstet, das sie vor allem auf Motocrosspisten gefahren werden. Ausserdem weisen sie grosse Federwege auf, um Sprünge, die mit ihnen ausgeführt werden abzufedern.

Typische Motocrossbikes: KTM 525 bzw. allgemein X-Baureihe, Husaberg FE-Baureihe, Husqvarna TC-Baureihe

Naked Bike
Das sind Strassenmotorräder, die keinerlei Verschalung mehr vorweisen, wo also z.B. der Motor von aussen gut sichbar ist, die keinen Windschild aufweisen, kurz „nackt“ sind. Auch in diesen Bereich fallen die sogenannten "Streetfighter", also stark abgeänderte und sogenannt "Costumized" Bikes.

Typische Bikes: Yamaha XJR1300, Ducati Monster

Scooter/Roller/Motorroller
Roller oder Scooter sind meist Motorräder mit kleine Motoren. Wobei ich wohl einigen Bikern nun auf den Schlipps getreten bin, indem ich Roller mit Motorrädern gleichgesetzte  habe. Roller werden von den meisten Bikern nicht als vollwertige Motorräder angeschaut und deshalb im Strassenverkehr auch nicht gegrüsst. Scooter sind die Weiterentwicklung der Mofas, die heutzutage nur noch selten auf der Strasse anzutreffen sind.
Sie unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich von den eigentlichen „grossen“ Motorrädern. Sie sind meist mit einer Frontcarosserie ausgestattet, die einen in ziemlich guten Wetterschutz bietet. So bieten Sie einen „Durchstieg“ zwischen Sattel und Front, wo man sein Bein nicht hinüberheben muss. (siehe Vespas). Man kann also mit geschlossenen Knien fahren. Sie haben zumeist ein Variomatikgetriebe (also Automatik)

Typische Roller: Yamaha Xmax, Vespa

Supermoto
Supermoto stammt vom Wort „Supermotard“ (Französisch für Superbiker“) ab. Dabei handelt es sich um abgewandelte Motocross-Bikes, die mit kleinen, aber breiten Strassenpneus ausgestattet wurden. Ziel war es ursprünglich, eine Rennserie zu entwickeln, in welcher man die besten Fahrer aus dem Strassenrennsport, dem Motocross sowie aus dem Dirttrack direkt miteinander vergleichen können sollte.
Die meisten Supermotos haben einen grossvolumigen Einzylindermotor, denn für sie ist Drehmoment und niedriges Gewicht wichtiger als Leistung, daher diese Motorenwahl. Inzwischen gibt ews auch Elektro-Sumos, die sogar Serienmässig auf dem Markt sind bzw. kommen.

Typische Supermoto: Husaberg FS-Baureihe, KTM Supermoto-Baureihe

Supersport-/Strassen-/ Rennmaschine
Vom Motorrad-Grandprix nur wenig abgeändert direkt auf die Strasse. So bewerben die Hersteller diese Kraftprotzen. Es sind vollverschalte, der Aerodynamik unterworfene Rennmotoren auf Rädern. Das sind die eigentlichen Boliden der Strasse. Die allermeisten Motorradfahrer kaufen sie, weil sie schön anzusehen sind und einen guten Sound abgeben. Die wenigsten sind dabei in der Lage solche geballte Kraft, wie solche Bikes sie erbringen zu bändigen, geschweige denn diese zu kontrollieren. Nichts desto trotz üben sie eine ungemeine Anziehungskraft auf alle aus.

Typische: Yamaha R1, Suzuki GSX R

Tourenmaschine

Diese Maschinen zeichnen sich durch eine ausgesprochen angenehme Sitzhaltung aus. Man sitzt meist aufrecht und hat deshalb auch eine sehr gute Strassenübersicht. Die meisten Tourenmaschinen werden standardmässig mit einem Koffersystem angeboten. Kein Wunder, werden sie ja hauptsächlich zur Absolvierung grösserer Reisen verwendet.

Typische Tourenmaschinen: Honda Paneuropean, Yamaha FJR,

Trial-Motorrad

Das ist ein reines Sportmotorrad, mit welchem Geschicklichkeitfahren ausgeübt wird, das sog. Trial-Fahren. Diese Bikes besitzen keinen eigentlichen Sattel mehr, sondern werden meist nur im stehen gefahren.

Pocket-Bikes
Dies sind Kleinversionen von grossen Bikes. Sie sehen zwar klein und unschuldig aus, sind aber besonders gefährlich, weil man sie kaum steuern kann. Trotzdem erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu 80km/h! Auf Strassen sind diese offiziell nicht zugelassen.