Grundausrüstung

Als Einsteiger hat man oft das Gefühl, das einzig teuer am Motorradfahren sei das Moto selbst und natürlich das Benzin. Weit gefehlt! Wer wirklich sicher durch die Welt brausen will muss noch an ganz anderen Stellen Geld in die Hand nehmen.

Neben einem Verkehrstauglichen und sicheren Bike muss nicht nur eine gute Versicherung gefunden werden, sondern auch eine passende und sichere Ausrüstung für den Fahrer selbst. Hier ist eine kleine Aufstellung, was alles zu einem Motorradfahrer gehört.

 

Helm   Sollte möglichst sicher sein, sollte auf jeden Fall kein „Familienhelm“ sein, sondern ideal an den Kopf des Fahrers angepasst.
Handschuhe   Sehr wichtig, denn beim Sturz sind die Hände meist das Erste, was den Boden berührt.
Jacke   Ob Leder oder Textil, die Jacke muss mit CE-Protektoren an Schultern und Ellbogen ausgerüstet sein. Meist bietet sie ausserdem einen weichen Rückenschutz.
Hose   Die Hose und besonders der Kniebereich ist besonders wichtig, denn das Knie ist meist das zweite Körperteil, das im Falle eines Sturzes dem Boden berührt. Daher müssen Hosen an den Knien mit CE-Protektoren ausgerüstet sein. Oft bzw. immer öfter bieten Hosen auch einen Hüftprotektoren, was sehr sinnvoll ist.
Nierengurt   Die Nieren sind wichtige Organe und dienen der Reinigung des Blutes. Vor allem Frauen sind bzgl. Nierenleiden etwas stärker betroffen. Besonders lang anhaltende Kälte (durch lokale Unterkühlung) kann aber auch bei Männern zu Unwohlsein führen. Dies kann auch im Sommer bei 30°C noch vorkommen. Gerade auf dem Motorrad kann es sehr kalt werden, weshalb man nicht auf einen solchen verzichten sollte, besonders da es inzwischen meist Kombinationen zwischen Rückenpanzer und Nierengurt gibt.
Rückpanzer   Dieser ist besonders wichtig, denn das Rückgrat des Menschen ist nicht durch Muskulatur oder „gleichwertiges“ geschützt und im Falle eines Sturzes einwirkenden Kräften (z.B. Aufschlag auf Randstein) schutzlos ausgeliefert. Der in Jacken oft von Anfang an schon integrierte Rückschutz ist zumeist ungenügend. Es ist daher auf ein Rückenschutz zu achten, der den ganzen Rückenbereich vom Steissbein bis zu den Halswirbeln abdeckt. Der gute Halt kann durch einen guten Klettverschluss und Schultergurten garantiert werden. 
Stiefel   Oft sieht man, dass Neulenker mit den Militär-Kampfstiefeln herumfahren. Nun, diese sind zwar besser als Sportschuhe, bieten jedoch im Falle eines Sturzes nicht genügend Schutz um grössere Verletzungen zu verhindern. Wichtig sind Stiefel, die aus Leder, oder teilweise Hartplastik (Endurostiefel) gefertigt sind. Sie bieten Halt und den notwendigen Schutz. Neben Abriebsfestigkeit ist in die Sohlen meist noch eine dünne Metallplatte eingebaut, die bei einen Aufschlag Energie absorbieren soll.


Zusätzliches, nützliches Material

Regenüberstiefel   Hat man nicht schon regendichte Stiefel, so ist es sicherlich sinnvoll, sich wasserdichte Überstiefel zu zulegen. Nichts ist so mühsam, als auf einer langen Tour in der Mitte verregnet zu werden und danach mit "matschenden und schmatzenden" Stiefeln die Rückfahrt antreten zu müssen.
Rucksack   Ob Rucksack oder nicht ist Einstellungssache. Für mich kommt eine längere Tour nur mit Rucksack in Frage. Da kann ich das wichtigste Zeugs einpacken und ich kann ihn in einer Stadt auch mal zum "wandern und spazieren" gebrauchen, was mit dem Topcase eher schwerer zu bewerkstelligen sein dürfte.